Aktien Wien Schluss: ATX steigt den siebenten Tag in Folge
18.02.2025 - 18:24:25Zum Handelsende stand der ATX AT0000999982 0,94 Prozent höher bei 4.146,21 Punkten. Der ATX Prime gewann 0,93 Prozent auf 2.071,96 ZÀhler. Im europÀischen Umfeld erreichten viele Börsenbarometer RekordstÀnde.
Die "Momentum-Trades" wurden fortgesetzt, schrieben die Analysten der Erste Group mit Blick auf den positiven Wochenauftakt, und dies galt auch am Dienstag. Der ATX hat in diesem Jahr bereits gut 13 Prozent zugelegt und steht so hoch wie zuletzt Mitte 2008.
Und anders als noch im Vorjahr steht die gute Entwicklung am Aktienmarkt in Wien auf breiten FĂŒĂen. Von den 40 Titeln im prime market der Wiener Börse weisen aktuell 36 Werte eine positive Entwicklung seit Jahresanfang aus - und davon verzeichneten wiederum fast zwei Drittel AufschlĂ€ge im zweistelligen Prozentbereich. Angetrieben wurde die Rally neben guten Unternehmenszahlen vor allem von Hoffnungen auf einen nĂ€her rĂŒckenden Frieden in der Ukraine.
Unter den Einzelwerten gewannen am Dienstag Erste Group und Bawag AT0000BAWAG2 im freundlichen Sektorumfeld 3,2 sowie 2,2 Prozent. Beide Aktien bauten damit ihre zuletzt erreichten RekordstĂ€nde weiter aus. "Fundamental liegt der wesentliche Grund fĂŒr die gute Performance im Bankensektor in der starken Gewinnentwicklung," kommentierte Eckhard Schulte von MainSky Asset Management mit Blick auf die europĂ€ische Finanzbranche. Neben den weiterhin gĂŒnstigen Bewertungen spreche auch fĂŒr die Banken, dass Investoren ĂŒber sie ohne das Damoklesschwert der Trump-Zölle Europa allokieren können.
Nach einer Kurszielanhebung gewannen Do&Co 3,8 Prozent auf 218,0 Euro. Berenberg-Analyst Christoph Greulich sieht beim Caterer keine Anzeichen fĂŒr ein Abflauen der hochattraktiven GeschĂ€ftsentwicklung der vergangenen Jahre mit einer anhaltend starken Nachfrage in allen Segmenten. Er empfiehlt das Papier weiterhin zum Kauf und erhöhte das Kursziel auf 235,0 Euro.
AngefĂŒhrt wurde die Gewinnerliste jedoch von den Aktien der Pierer Mobility, die um 5,6 Prozent anzogen. Die insolvente Pierer-Tochter KTM AG bereitet sich auf die Wiederaufnahme der Produktion im Werk in Mattighofen in Oberösterreich Mitte MĂ€rz vor. Die nötigen 150 Millionen Euro sollen aus der EigentĂŒmersphĂ€re kommen. Man arbeite daran, die erforderliche LiquiditĂ€t aufzustellen, hieĂ es.
SchwĂ€cher schlossen jedoch AT&S, die knapp vier Prozent einbĂŒĂten. Bereits am Vortag hatte das Papier nachgegeben. Die Analysten der Erste Group verwiesen auf Medienberichte, wonach Apple US0378331005 wegen regulatorischer Bestimmungen eine Verlegung der iPhone-Montage nach Indonesien prĂŒfe. Dies könne demnach auch fĂŒr Zulieferer wie AT&S neue Investitionen erforderlich machen, um die GeschĂ€ftsbeziehungen zu Apple nicht zu gefĂ€hrden.

