Aktien Wien Schluss: ATX startet mit Gewinnen in die Woche
16.02.2026 - 19:09:10 | dpa.deDer Leitindex ATX AT0000999982 stieg am Montag um 0,86 Prozent auf 5.671 Punkte. Der ATX Prime gewann 0,86 Prozent auf 2.823 ZÀhler. An den europÀischen Leitbörsen zeigte sich ein uneinheitliches Bild.
Der Wochenbeginn gestaltete sich ruhig. In den USA sind die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen. In China gab es teilweise keinen oder nur verkĂŒrzten Handel. Auch an der Wiener Börse tat sich am Nachmittag wenig.
In Wien traf Ăsterreichs Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ĂVP) den US-Botschafter Arthur Fisher. Danach kritisierte er die internationale Handelspolitik der USA scharf. "Ein Zollkrieg bringt niemandem etwas", erklĂ€rte der Minister. "Zölle und Handelsbarrieren sind kein Instrument fĂŒr Aufschwung. Sie verteuern Investitionen, schwĂ€chen Lieferketten und können letztlich auch Konsumenten belasten."
Am Vormittag prĂ€sentierte das EU-Statistikamt Eurostat die Industrieproduktion in der Eurozone. Demnach stieg die durchschnittliche jĂ€hrliche Fertigung voriges Jahr um 1,5 Prozent. Im Dezember fuhren die Firmen die Produktion allerdings herunter: Sie war 1,4 Prozent niedriger als im Vormonat. Ăkonomen hatten sogar mit einem RĂŒckgang um 1,5 Prozent im Dezember gerechnet.
Die Analysten der Berenberg Bank erhöhten ihr Kursziel fĂŒr Do&Co auf 260 Euro und lieĂen die Kaufempfehlung "Buy" unverĂ€ndert. Der österreichische Caterer profitiere weiterhin von der robusten Nachfrage nach Premium-Reise- und Hospitality-Erlebnissen, schreiben die Berenberg-Analysten. Zum Wochenschluss waren die Werte nach gut aufgenommenen Zahlen bereits krĂ€ftig gestiegen. Der Kurs von Do&Co verlor nun 0,48 Prozent auf 208,50 Euro.
Die Deutsche Bank und UBS setzten ihre Kursziele fĂŒr den Verbund auf 55 Euro hinunter. Beide blieben bei der Empfehlung "Sell". Die Deutsche Bank erklĂ€rte ihre Entscheidung damit, dass in den meisten europĂ€ischen LĂ€ndern sinkende CO2-Preise bei gleichzeitig steigendem Risiko politischer Interventionen zu sinkenden Strompreisen gefĂŒhrt haben, was auch der Verbund spĂŒre. AuĂerdem habe der Stromkonzern im 4. Quartal 2025 mit schwachen Wasserkraftbedingungen zu kĂ€mpfen, was sich laut den Experten im 1. Quartal 2026 weiter verschlechtern dĂŒrfte. Verbund kĂŒndigte am Montag auch eine Ănderung der Tarifstruktur fĂŒr seine Haushaltskunden mit 1. MĂ€rz an. Die Aktien des Stromkonzerns verloren 1,37 Prozent auf 57,60 Euro.
Gut gesucht waren Bauwerte. Die Strabag gewann 7,54 Prozent, die Porr 5,37 Prozent. Zudem legten die Papiere des Halbleiterherstellers AT&S um 5,49 Prozent zu.
Im Prime Market fielen die Aktien von Kapsch TrafficCom um 6,77 Prozent. Der Mautspezialist Kapsch TrafficCom hatte seine Erwartungen an das laufende GeschĂ€ftsjahr 2025/26 deutlich gekappt. Grund fĂŒr die Warnung sind nach Angaben des Unternehmens eine unerwartete SchwĂ€che am globalen Maut-Markt sowie Verzögerungen bei dem Start von Projekten.
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