Aktien, Wien

Aktien Wien Schluss: Leitindex ATX wieder auf Rekordhoch

04.12.2025 - 18:22:20 | dpa.de

Der Wiener Aktienmarkt-Leitindex ATX AT0000999982 hat sich am Donnerstag zu einem weiteren Rekordhoch aufgeschwungen.

FĂŒr gute Stimmung sorgten positive Nachrichten zu Einzelwerten. FĂŒr den breiten Markt lieferten zudem die anhaltenden Zinssenkungserwartungen in den USA etwas RĂŒckenwind. Dass die FriedensgesprĂ€che zum Ukraine-Krieg bisher ohne greifbare Ergebnisse blieben, belastete die Stimmung dagegen kaum.

Zum Handelsende notierte das österreichische Börsenbarometer 0,83 Prozent fester bei 5.092,23 Punkten und damit auf einem neuen Rekordhoch. Der Auswahlindex ATX Prime stieg um 0,82 Prozent auf 2.531,16 ZÀhler. Das europÀische Umfeld schloss ebenfalls mit Gewinnen.

Auf Unternehmensebene warteten der Verbund, die VIG AT0000908504 und Zumtobel AT0000837307 mit guten Nachrichten und teils deutlichen KurszuwĂ€chsen auf. Zudem stĂŒtzten die Schwergewichte OMV AT0000743059, Erste Group AT0000652011 und Andritz AT0000730007 mit Kursgewinnen zwischen 0,6 und 2,6 den ATX.

Der Verbund hatte am Vorabend angekĂŒndigt, eine Sonderdividende in Höhe von rund 400 Millionen oder 1,15 Euro je Aktie ausschĂŒtten zu wollen. Die Barclays-Analysten bewerteten dies als "positive Überraschung fĂŒr Verbund und EVN AT0000741053". Zwar hĂ€tte "Der Standard" bereits vergangene Woche ĂŒber Bestrebungen der Bundesregierung berichtet, höhere AusschĂŒttungen staatlicher Beteiligungen zu erzielen, die nun veröffentlichte Sonderdividende sei jedoch nicht in den Konsenserwartungen enthalten.

Anteile am Verbund stiegen darauf um 1,3 Prozent. Aktien der EVN, die rund 12,5 Prozent am Verbund hÀlt, stachen mit plus 0,7 Prozent ebenso aus dem schwachen europÀischen Branchenumfeld hervor.

Papiere der VIG gewannen 5,8 Prozent, nachdem der Versicherer neue Ziele fĂŒr die kommenden Jahre definiert hatte. Analyst Thomas Unger von der Erste Group bewertete diese in einer ersten EinschĂ€tzung als positiv. Das Ziel fĂŒr die verrechneten PrĂ€mien liege zwar im Rahmen seiner SchĂ€tzungen, jenes fĂŒr den Gewinn vor Steuern aber deutlich darĂŒber. Lediglich der unverĂ€nderte Dividendenausblick sei enttĂ€uschend, so Unger.

Bei Voestalpine AT0000937503 nahmen die Anleger trotz einer positiven Analystenmeinung weiter Gewinne mit, die Anteilsscheine ermĂ€ĂŸigten sich um 0,5 Prozent. Die Analysten der Deutschen Bank nahmen die Aktie in ihren "TOP10 Germany stock basket" auf, in dem jene Werte enthalten sind, die am meisten von einer Erholung der deutschen Wirtschaft profitieren dĂŒrften. Die Voest biete ein starkes AufwĂ€rtspotenzial aufgrund der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland, verbesserter Stahlpreise in Europa und des geplanten EU-Handelsschutzinstruments, schrieben die Analysten um Tim Rokossa.

Zumtobel AT0000837307 schlossen nach einem positiven Verlauf hingegen 1,4 Prozent leichter, nachdem der Leuchtenhersteller wegen der anhaltend schwachen Nachfrage im professionellen Beleuchtungsmarkt erneut einen UmsatzrĂŒckgang verzeichnet hatte. Erste-Analyst Michael Marschallinger hob jedoch den "starken" operativen Gewinn hervor, der ĂŒber den Erwartungen lag. Besonders in der Lighting Division hĂ€tten sich die Sparmaßnahmen bemerkbar gemacht.

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