Aktien Wien Schluss: Leitindex ATX verliert nach Rekordhoch leicht
05.12.2025 - 18:32:57 | dpa.deDas Börsenbarometer stand zum Handelsende mit minus 0,20 Prozent bei 5.081,82 Punkten. Zum Handelsstart hatte der Leitindex zunĂ€chst seine Rekordserie mit einem neuen Rekordhoch von rund 5.124 Punkten fortgesetzt. Der ATX Prime fiel um 0,21 Prozent auf 2.525,91 ZĂ€hler. Die ĂŒbrigen europĂ€ischen Börsen zeigten sich zumeist freundlich.
Der Wochenausklang verlief weitgehend ruhig. Wichtige Unternehmensnachrichten gab es am Freitag nicht. Viele Marktteilnehmer dĂŒrften zudem die am Mittwoch angesetzte Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed abwarten. Das am Nachmittag gemeldete Verbrauchervertrauen der UniversitĂ€t von Michigan hatte vorerst keine merklichen Auswirkungen auf die FinanzmĂ€rkte. Das galt auch fĂŒr positiven Nachrichten bei den privaten US-Einkommen und US-Konsumausgaben.
In Wien zĂ€hlten am Ende der Woche die Aktien des Cateringunternehmens DO&CO AT0000818802 mit einem Plus von 2,3 Prozent und der ĂlfeldausrĂŒster SBO AT0000946652 mit einem Plus von 1,9 Prozent zu den ATX-Gewinnern des Tages. Ebenfalls zulegen konnten die Werte von Voestalpine AT0000937503 (+1,8 Prozent), Bawag AT0000BAWAG2 (+1,7 Prozent) und Andritz AT0000730007 (+1,5 Prozent).
Die Papiere der Vienna Insurance Group (VIG AT0000908504) verzeichneten ein Plus von 1,2 Prozent, nachdem der Versicherer am Donnerstag neue Ziele fĂŒr die kommenden Jahre definiert hatte. Analyst Thomas Unger von der Erste Group hatte diese in einer ersten EinschĂ€tzung als positiv bewertet.
Zumtobel AT0000837307-Aktien schlossen mit einem deutlichen Plus von 4,8 Prozent. Die Werte des Leuchtenherstellers hatten am Donnerstag noch mit Verlusten auf Unternehmenszahlen reagiert. Allerdings hatte Erste-Analyst Michael Marschallinger den "starken" operativen Gewinn hervorgehoben, der ĂŒber den Erwartungen lag. Besonders in der Lighting Division hĂ€tten sich niedrigere Personal- und Materialkosten sowie die jĂŒngsten SparmaĂnahmen bemerkbar gemacht.
Schwach zeigten sich einige Aktien aus der Energiebranche. Zu den gröĂten ATX-Verlierern zĂ€hlten die OMV AT0000743059-Aktien mit einem Minus von 1,8 Prozent. EVN AT0000741053 verloren 1,1 Prozent, Verbund AT0000746409 0,8 Prozent. Unter den weiteren Verlierern fanden sich AT&S AT0000969985 (minus 2,9 Prozent) und Erste Group AT0000652011 (minus 1,8 Prozent).
Die Aktien der RBI AT0000606306 schlossen nach Spekulationen um einen gröĂeren Personalabbau mit einem Minus von 1,3 Prozent. Laut einem "Presse"-Bericht summieren sich die beim FrĂŒhwarnsystem des Arbeitsmarktservice (AMS) angemeldeten FĂ€lle von Mai bis November auf mehr als 400 potenziell betroffene BeschĂ€ftigte am Standort Wien. Die Bank bezeichnete diese Zahl in einer Stellungnahme als "irrefĂŒhrend", weil sie Mehrfachnennungen enthalte. Hintergrund der MaĂnahmen ist laut RBI das Ziel, die Kosten im Head Office in Wien in den kommenden drei Jahren trotz Inflation konstant zu halten.
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