Deutsche Börse, Immofonds

Deutsche Börse: Turbulenzen treiben Fondsverkäufe – Immofonds sperren Anteile, Gold korrigiert stark

27.03.2026 - 12:36:51 | ad-hoc-news.de

Bei der Deutschen Börse explodieren die Umsätze im Fondshandel durch Marktturbulenzen. Internationale Aktienfonds werden massiv verkauft, zwei Immofonds stoppen Rücknahmen, während Gold und Silber nach Höchstständen einbrechen. DAX verliert weiter – Auswirkungen für Anleger im DACH-Raum.

Deutsche Börse,  Immofonds,  Marktturbulenzen - Foto: THN
Deutsche Börse, Immofonds, Marktturbulenzen - Foto: THN

Am Freitagmorgen, den 27. März 2026, herrschen an der Deutschen Börse extreme Aktivitäten im Fondshandel. Marktturbulenzen, ausgelöst durch geopolitische Spannungen inklusive des anhaltenden Iran-Konflikts und enttäuschte Erwartungen an den 15-Punkte-Plan von US-Präsident Trump, führen zu massiven Verkäufen von Aktienfonds. Experten berichten von Rekordumsätzen, während Immobilienfonds weitere Rückschläge erleiden: Der zweite Fonds in Folge stoppt die Anteilsrücknahme.

Stand: 27. März 2026, 11:36 Uhr (Europe/Berlin)

Explodierende Umsätze im Fondshandel

Die Deutsche Börse meldet 'Umsätze ohne Ende' im Fondshandel. Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank beschreibt die Situation als hektisch, mit großflächig hohem Handelsvolumen, wie Frank Wöllnitz von der ICF Bank bestätigt. Vor allem Fonds mit internationalen Aktien werden massiv abgestoßen. Dies spiegelt die breiteren Marktturbulenzen wider, in denen der DAX am Freitagmorgen um 0,85 Prozent auf 22.421 Punkte gefallen ist.

Die hohe Volatilität betrifft den gesamten Sektor. Rohstofffonds, insbesondere Gold und Silber, stehen im Fokus. Der Silberpreis (ISIN: XC0009653103) hat sich gegenüber dem Rekordhoch von knapp 122 US-Dollar fast halbiert und notiert nun bei etwa 69 US-Dollar pro Unze. Gold korrigiert ebenfalls: Nach Höchstständen liegt der Preis bei rund 4.435 US-Dollar pro Unze, mit einem Plus von 1,25 Prozent intraday, aber einem monatlichen Einbruch beim NYSE Arca Gold Bugs Index um 30 Prozent.

Immobilienfonds in der Krise: Zweiter Stopp der RĂĽcknahmen

Schlechte Nachrichten kommen aus dem Immobiliensektor. Der offene Immobilienfonds Fokus Wohnen Deutschland (ISIN: DE000A12BSB8) hat die Rücknahme von Anteilen gestoppt. Die Sperre gilt seit dem 26. Februar 2026 und soll 36 Monate andauern. Es handelt sich um den zweiten Fonds dieser Art: Bereits im Januar hatte der Wertgrund Wohnselect D (ISIN: DE000A1CUAY0) ähnliche Maßnahmen ergriffen.

Diese Entwicklungen sind alarmierend für Anleger. Offene Immofonds galten lange als stabile Anlagen, doch anhaltende Marktschwäche zwingt Emittenten zu Notbremsen. Die hohe Liquiditätsnachfrage an der Börse unterstreicht die Panikstimmung. Für private und professionelle Anleger im DACH-Raum bedeutet dies: Potenzielle Verluste bei vorzeitiger Kündigung und eingeschränkte Flexibilität.

Geopolitische Treiber: Iran-Krieg und Trump-Plan

Die Turbulenzen haben klare Ursachen. Trotz des 15-Punkte-Plans von US-Präsident Trump zeichnet sich keine schnelle Beendigung des Iran-Kriegs ab. Dies belastet globale Märkte, insbesondere Rohstoffe und Aktien. Ölpreise steigen: Brent bei 103,24 US-Dollar (+2,30 Prozent), WTI bei 96,01 US-Dollar (+2,72 Prozent). Asiatische Börsen schließen mehrheitlich fester, während Europa und die USA leiden.

Im DAX-Kontext profitieren einzelne Titel wie BASF (+1,54 Prozent), Hannover Rück (+0,70 Prozent) oder Merck (+0,57 Prozent) von einem leichten Rebound. Dennoch dominiert die Abwärtstendenz. Die Deutsche Börse selbst emittierte kürzlich eine Anleihe über 650 Millionen Euro mit 3,250 Prozent Kupon, Kurs bei 99,54 Prozent (Stand: 26. März 2026, 9:57 Uhr). Rückzahlbar ab 24. Dezember 2030.

AusreiĂźer: SaaS-Software als Gewinner

Mitten in der Krise glänzen SaaS-Firmen (Software as a Service). ETFs auf den Nasdaq Emerging Cloud Index legen auf Eurobasis um 5 Prozent im März zu. Dies kontrastiert mit KI-bedingten Absturzprognosen aus dem Februar 2026. Anleger suchen defensive Werte mit stabilen Abonnementeinnahmen.

Diese Divergenz unterstreicht Sektorrotationen. Während traditionelle Aktien leiden, boomen Tech-Nischen. Für DACH-Investoren bieten sich Chancen in europäischen Softwaretiteln, doch die Volatilität bleibt hoch.

Auswirkungen fĂĽr Anleger im DACH-Raum

Private Anleger sollten Portfolios prüfen: Hohe Exposition in internationalen Aktien- oder Immofonds birgt Risiken. Professionelle Investoren nutzen die hohe Liquidität für taktische Positionen, etwa in Rohstoffen oder defensiven Tech-ETFs. Die Deutsche Börse als Plattform profitiert indirekt von erhöhten Gebühren durch Volumenrekorde.

Regulatorische Aspekte: Die BaFin beobachtet Fondsstabilität genau. Ähnliche Sperren könnten folgen, wenn Turbulenzen anhalten. Diversifikation in Anleihen oder Gold-ETFs (trotz Korrektur) wird empfohlen, aber keine Anlageberatung.

Marktprognosen und Risiken

Analysten sehen anhaltende Volatilität. Der DAX könnte weiter fallen, wenn geopolitische Risiken eskalieren. Positiv: Steigende Ölpreise stützen Energietitel. Risiken umfassen Liquiditätsengpässe bei Fonds und Währungsschwankungen (USD/EUR).

Für den Rest des Tages: Beobachten Sie US-Praxis und Fed-Aussagen. Europäische Märkte reagieren sensibel auf transatlantische Signale.

WeiterfĂĽhrende Quellen

Finanznachrichten: Fondsnhandel-Turbulenzen
Finanzen.net: März 2026 Analyse
Finanzen.at: Immofonds-Sperre
Deutsche Börse Anleihe-Emission

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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