Ergebnisse, Produktion/Absatz

Vonovia hebt nach ZuwÀchsen Jahresziele an - Aktie im Plus

06.08.2025 - 09:14:19

Deutschlands grĂ¶ĂŸter Wohnimmobilienkonzern Vonovia DE000A1ML7J1 wird nach ZuwĂ€chsen in der ersten JahreshĂ€lfte zuversichtlicher fĂŒr 2025.

Vonovia-Chef Rolf Buch sieht sich in seiner Strategie bestÀtigt: Diese zeige sich im stabilen VermietungsgeschÀft sowie durch ZuwÀchse des operativen Ergebnisses im GeschÀft mit Zusatzleistungen, Projektentwicklung und VerkÀufen von Immobilien. Zudem nehme der Mitte 2024 begonnen AufwÀrtstrend bei den Immobilienwerten weiter Fahrt auf, sagte der Manager am Mittwoch bei der Vorlage von Halbjahreszahlen weiter. An der Börse legte weit vorne im deutschen Leitindex Dax DE0008469008 kurz nach dem Handelsstart um gut vier Prozent auf 28,47 Euro zu.

Der bereinigte Vorsteuergewinn soll 2025 nun bei 1,85 Milliarden bis 1,95 Milliarden Euro liegen und damit am oberen und unteren Ende der Spanne 100 Millionen Euro höher als zuvor. FĂŒr das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) peilt der Vorstand jetzt in etwa das obere Ende der Bandbreite von 2,7 Milliarden bis 2,8 Milliarden Euro an.

Vonovia profitiert weiterhin wie alle Vermieter von einer hohen Nachfrage nach Wohnraum in den Ballungsgebieten. Die monatliche Miete stieg im ersten Halbjahr im Schnitt auf 8,22 Euro pro Quadratmeter - das waren 4,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In Deutschland betrug die durchschnittliche Monatsmiete per Ende Juni 8,05 Euro pro Quadratmeter.

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte im Halbjahr vor allem dank guter GeschÀfte mit Dienstleistungen rund um die Immobilie im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich erwirtschaftete Vonovia Ende Juni einen Gewinn von gut 811 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch aufgrund von Abwertungen im Immobilienportfolio einen Verlust von rund 529 Millionen Euro gemacht.

Nach milliardenschweren Verlusten aufgrund der Abwertung von Immobilien und nach zwei Jahren Bilanzschonung soll Vonovia wieder wachsen. So rĂŒcken die wĂ€hrend der Stabilisierungsphase zurĂŒckgefahrenen GeschĂ€fte in den Fokus, etwa die Projektentwicklung und zusĂ€tzliche Dienstleistungen rund um Immobilien. Bis 2028 sollen diese Bereiche 20 bis 25 Prozent zum bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) beitragen.

Insgesamt peilt Vonovia 2028 einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebitda) von 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro an. Das wÀre bis zu einem Drittel mehr als 2024. Dazu will Vonovia mehr investieren. Der Immobilienkonzern setzt verstÀrkt auf serielle Sanierung und seriellen Neubau. Im laufenden Jahr will er 1,2 Milliarden Euro in energetische Sanierung, Neubau und den Ausbau von Photovoltaik und WÀrmepumpen stecken. Bis 2028 sollen die Investitionen auf bis zu zwei Milliarden Euro pro Jahr im Vergleich zu 2024 verdoppelt werden.

Auch will Vonovia kĂŒnftig unsanierte ImmobilienbestĂ€nde kaufen und auf Vordermann bringen. Zudem nimmt das Unternehmen wieder den Neubau mit 3.000 Wohnungen auf. "Der Neubau entwickelt sich wie erwartet", erlĂ€uterte Vorstandschef Buch. Viele Projekte wĂŒrden aber erst 2027 sichtbar, wenn sie fertiggestellt seien. 2023 und 2024 hatte Vonovia in der Branchenkrise keine Neubauprojekte begonnen. Bereits angefangene Projekte hatte der Konzern aber weitergefĂŒhrt.

Vonovia besitzt als Europas grĂ¶ĂŸtes privates Wohnungsunternehmen rund 533.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich.

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