AfD-nahe Organisation scheitert mit Klage gegen VW-Tochter
21.08.2025 - 18:36:17 | dpa.deDie Klage werde abgewiesen, urteilte das Arbeitsgericht Braunschweig. Die VortrÀge und vorgelegten Dokumente der KlÀger bezeichnete das Gericht als zu pauschal und nicht ausreichend detailliert.
Der Verein, der sich selbst als "alternative Gewerkschaft" bezeichnet, will erstmals Zugang zum Werk im niedersĂ€chsischen IsenbĂŒttel, um eigene Vertrauensleute wĂ€hlen zu lassen. Volkswagen verweigert dies mit Verweis auf fehlende TariffĂ€higkeit.
Richter sieht entscheidende Voraussetzung nicht belegt
Das Gericht bezeichnete es als eine entscheidende Voraussetzung, dass mindestens ein Zentrums-Mitglied auch im Werk arbeite. Dies sei von den KlÀgern nicht ausreichend belegt worden. Das Urteil ist nicht rechtskrÀftig. Eine Berufung ist möglich.
Die Organisation Zentrum will dies nutzen. "SelbstverstĂ€ndlich werden wir den Rechtsweg beschreiten, damit dieses offensichtliche Fehlurteil korrigiert wird", hieĂ es in einer Stellungnahme des Vereins. "VW verweigert uns das elementare Grundrecht, fĂŒr uns zu werben und Vertrauensleute-Wahlen durchzufĂŒhren." Demnach hat die Organisation sechs aktive Zentrums-Mitglieder namentlich benannt, die im Werk arbeiten.
Volkswagen Group Services sieht die eigene Sichtweise durch das Urteil bestÀtigt. Unternehmen seien nicht verpflichtet, jeder Organisation Zugang zu gewÀhren - insbesondere dann nicht, wenn es um Sicherheitsinteressen und den Schutz von Betriebsgeheimnissen gehe.
VW-Tochter: Standards fĂŒr ein sicheres Arbeitsumfeld wahren
"Wir werden weiterhin sicherstellen, dass unsere Arbeitsumgebung frei von gegenlĂ€ufigen EinflĂŒssen bleibt und unsere Standards fĂŒr ein sicheres und vertrauensvolles Arbeitsumfeld gewahrt werden", sagte eine Sprecherin der VW-Tochter.
Die IG Metall warnte unterdessen vor einem Erstarken des Vereins im Volkswagen-Konzern. "Das Zentrum sorgt fĂŒr Uneinigkeit. Das schwĂ€cht die Belegschaften, anstatt sie zu stĂ€rken", sagte Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall fĂŒr Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, der Deutschen Presse-Agentur.
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