ROUNDUP, EZB

EZB verhĂ€ngt Millionenstrafe gegen US-Großbank J.P. Morgan

20.02.2026 - 10:57:12 | dpa.de

Die Bankenaufsicht der EuropÀischen Zentralbank verhÀngt zwei Geldstrafen von insgesamt rund 12,2 Millionen Euro gegen die US-Bank J.P. Morgan US46625H1005.

Grund seien falsche Angaben zu Kapitalanforderungen, teilte die EZB in Frankfurt mit.

Die Bank habe zwischen 2019 und 2024 niedrigere sogenannte risikogewichtete Aktiva gemeldet, als sie hĂ€tte an die Bankenaufseher ĂŒbermitteln mĂŒssen. J.P. Morgan SE habe mit den falsch berechneten Zahlen verhindert, dass die Aufseher einen umfassenden Überblick ĂŒber ihr Risikoprofil erhielten, kritisierte die EZB, die die grĂ¶ĂŸten Banken im Euroraum ĂŒberwacht.

Risikogewichtete Aktiva sind ein Maß fĂŒr die Risiken, die eine Bank in ihren BĂŒchern hat. Sie dienen Banken als Grundlage fĂŒr die Berechnung ihrer Kapitalanforderungen. Wegen der zu niedrig angegebenen risikogewichteten Aktiva habe die Bank höhere Kapitalquoten als angebracht gemeldet, erklĂ€rte die EZB. Die Quoten sind SchlĂŒsselindikatoren fĂŒr die KapitalstĂ€rke von Banken und ihre Widerstandskraft, um Verluste abzufedern.

J.P. Morgan hatte erst zuletzt Ärger mit Aufsehern

Die Bank habe die VerstĂ¶ĂŸe aufgrund "offensichtlicher MĂ€ngel in ihren internen Prozessen mit grober FahrlĂ€ssigkeit begangen", bemĂ€ngelte die EZB. Interne Kontrollen hĂ€tten die VerstĂ¶ĂŸe nicht rechtzeitig aufgedeckt. Die US-Bank kann die Entscheidung vor dem Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union anfechten.

Ein Sprecher von J.P. Morgan erklÀrte, die Bank habe die Probleme "proaktiv identifiziert und selbst gemeldet". Sie seien nun vollstÀndig behoben. Die Bank habe "durchweg starke Kapitalpuffer aufrechterhalten, und unser solider, umsichtiger Ansatz in Bezug auf die Kapitalausstattung bleibt unverÀndert".

Erst zuletzt hatte J.P. Morgan Ärger mit Aufsehern. So verhĂ€ngte die deutsche Finanzaufsicht Bafin im Herbst eine Rekordstrafe gegen die Amerikaner von rund 45 Millionen Euro wegen MĂ€ngeln in der GeldwĂ€scheprĂ€vention.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
boerse | 68595538 |