CSU-Vorstand sieht Social-Media-Altersgrenze skeptisch
23.02.2026 - 13:46:30 | dpa.deCSU-GeneralsekretÀr Martin Huber bremste nach einer CSU-Vorstandssitzung jedenfalls sehr deutlich.
"Wir schauen uns jetzt einmal in Ruhe an, was hier an VorschlĂ€gen genau kommt", sagte Huber. Dies dĂŒrften aber keine Mogelpackungen sein. "Deswegen sind wir auch skeptisch, wenn es um Verbote geht", sagte er.
Schon jetzt gebe es Altersbegrenzungen, argumentierte er, beispielsweise gebe es bei WhatsApp, Instagram oder Facebook sozusagen freiwillige Altersbegrenzungen von 13 Jahren. "Und darĂŒber hinaus gibt es ja auch EU-rechtliche Bedenken, was eine nationalstaatliche Umsetzung betrifft", sagte er. Vieles sei ohnehin noch unklar. Man warte ab, was herauskomme, und das werde man dann bewerten.
"Verbotsdebatte geht an der Wirklichkeit vorbei"
Die CDU hatte sich am Wochenende fĂŒr ein Mindestalter von 14 Jahren fĂŒr soziale Medien ausgesprochen. Der Parteitag in Stuttgart nahm einen Antrag an, der die Bundesregierung auffordert, "eine gesetzliche Altersgrenze von 14 Jahren fĂŒr die Nutzung sozialer Netzwerke einzufĂŒhren". Die Bundesregierung wird auĂerdem aufgefordert, das "besondere SchutzbedĂŒrfnis bis zum 16. Lebensjahr im digitalen Raum" auszugestalten. Aus der SPD waren zuvor schon Ă€hnliche VorschlĂ€ge zu hören. Allerdings sollen noch Empfehlungen einer Kommission abgewartet werden, die wohl im Sommer kommen.
Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, hatte der "Augsburger Allgemeinen" am Wochenende - nach dem CDU-Beschluss - gesagt: "Diese Verbotsdebatte geht an der Wirklichkeit vorbei." Den richtigen Umgang mit Social-Media lernten Kinder und Jugendliche nicht durch Verbote. Wichtig sei die StĂ€rkung der Medienkompetenz in Kombination mit einem besseren Schutz vor jugendgefĂ€hrdenden Angeboten. DafĂŒr mĂŒsse die Politik die Betreiber der Plattformen in die Pflicht nehmen, anstatt Kindern und Jugendlichen mit pauschalen Verboten den Raum zur Ausbildung digitaler FĂ€higkeiten zu nehmen.
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