Frederiksen: Arktis-Einsatz der Nato mit Substanz fĂŒllen
15.02.2026 - 10:40:29 | dpa.de"Nun haben wir Arctic Sentry als Rahmen, aber wir mĂŒssen ihn mit Substanz fĂŒllen", sagte Frederiksen auf der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz. Sie und Grönlands MinisterprĂ€sident Jens Frederik Nielsen begrĂŒĂten erneut den Start der Mission.
Der Ăberwachungseinsatz soll fĂŒr eine stĂ€rkere PrĂ€senz des BĂŒndnisses in der Region sorgen. Deutschland beteiligt sich mit Kampfflugzeugen und KapazitĂ€ten zur Luftbetankung und will bald auch neue SeefernaufklĂ€rer vom Typ P-8 Poseidon bereitstellen, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte.
Der Nato-Einsatz soll auch den Streit um von US-PrĂ€sident Donald Trump formulierte BesitzansprĂŒche auf die Arktisinsel Grönland entschĂ€rfen. Sein Vorgehen begrĂŒndete er mit der Behauptung, dass das zu DĂ€nemark gehörende Territorium sonst nicht vor Russland und China sicher sei.
USA warnen vor Zusammenarbeit von China und Russland
Frederiksen sagte in MĂŒnchen, ihr Land habe seit Jahren eine dauerhafte PrĂ€senz der Nato auf Grönland erbeten. Nötig sei nun auch, schon ĂŒber industrielle Ziele fĂŒr die Ăberwachung im Hohen Norden zu reden, weil einige der technologischen FĂ€higkeiten dafĂŒr noch nicht produziert seien.
Unterschiede wurden in der Diskussionsrunde bei der Bewertung der aktuellen Sicherheitslage deutlich. Frederiksen und Nielsen machten deutlich, dass sie eine Bedrohung durch China und Russland eher als mögliches kĂŒnftiges Problem sehen, dem vorzubeugen sei.
Dagegen Ă€uĂerte sich die US-Senatorin Lisa Murkowski alarmierter. Sie wies auf schon laufende Erkundungen Chinas hin. "Aber der neue Faktor ist, dass sie es gemeinsam mit Russland machen", sagte sie. Das gelte auch fĂŒr gemeinsame BomberflĂŒge und gemeinsame Fahrten von KĂŒstenwache und Marine.
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