ROUNDUP, EU-Kommission

EU-Kommission verlangt Auskunft von US-Tech-Riesen zu Betrug

23.09.2025 - 13:17:51 | dpa.de

Die EuropĂ€ische Kommission verlangt von Apple US0378331005, Google US02079K1079, Microsoft US5949181045 und Booking.com US09857L1089 AuskĂŒnfte darĂŒber, was sie gegen finanziellen Betrug auf ihren Plattformen tun.

Die BrĂŒsseler Behörde stellte ein fĂŒr die Unternehmen verpflichtendes Auskunftsersuchen, wie ein Sprecher der EU-Kommission bestĂ€tigte. "Dies ist auch ein wichtiger Schritt zum Schutz der Nutzer in der gesamten EU", so der Behördensprecher. Grundlage fĂŒr das Ersuchen ist das Gesetz ĂŒber digitale Dienste (Digital Services Act, kurz DSA).

Alle vier Plattformen sollen nun erlĂ€utern, wie sie verhindern, dass Nutzerinnen und Nutzer etwa durch fĂ€lschliche Angebote finanzielle SchĂ€den erleiden. Bei Apple und Google dĂŒrften dabei besonders die Vertriebsplattformen App Store beziehungsweise Google Play im Fokus stehen. Microsoft betreibt auf der Plattform Bing eine Verkaufsplattform. Neben den drei US-Riesen nimmt die EU-Kommission mit Booking.com auch eine Firma mit Sitz in den Niederlanden ins Visier.

Geldstrafen möglich

Bis wann die Plattformen die geforderten Informationen liefern mĂŒssen, teilte die Kommission nicht mit. In der Regel gibt die BrĂŒsseler Behörde dafĂŒr aber einige Wochen Zeit. Auf Grundlage der Antworten werde man die nĂ€chsten Schritte festlegen, hieß es. Wenn die Unternehmen falsche, unvollstĂ€ndige oder irrefĂŒhrende Informationen bereitstellen oder sich weigern, die Fragen zu beantworten, könnte die EU-Kommission Geldstrafen verhĂ€ngen.

In einem nÀchsten Schritt könnte die Kommission ein Verfahren gegen die Unternehmen eröffnen. Dann will die Behörde auch mehr Details zu dem Vorgang mitteilen.

Gesetz reguliert große Online-Plattformen

Das Gesetz ĂŒber digitale Dienste (DSA) soll unter anderem sicherstellen, dass Plattformen illegale Inhalte auf ihren Seiten schneller entfernen als bislang. Nutzern wird es wiederum leichter gemacht, solche Inhalte zu melden. GrundsĂ€tzlich mĂŒssen große Dienste mehr Regeln befolgen als kleine.

Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass die Plattformen die IdentitĂ€t ihrer VerkĂ€ufer kennen und nachverfolgen können. DafĂŒr sollen sie die entsprechenden Nachweise verlangen und speichern, um die Informationen im Betrugsfall an die Betroffenen weitergeben zu können.

Das Gesetz hatte in der Vergangenheit auch zu Problemen in der Beziehung zwischen der EU und den Vereinigten Staaten gefĂŒhrt. Die US-Regierung unter PrĂ€sident Donald Trump kritisierte in der Vergangenheit immer wieder europĂ€ische Digitalgesetze wie das DSA als wettbewerbsfeindlich.

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