Börsen/Aktien, Börsenschluss

Europa Schluss: Erholung geht schwungvoll weiter

15.08.2024 - 18:25:19

Die europÀischen AktienmÀrkte haben am Donnerstag ihre Erholung mit viel neuem Schwung fortgesetzt.

Vor allem am Nachmittag konnte der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 mit starken New Yorker Börsen seine Kursgewinne ausbauen. Als Treiber fungierten dabei ĂŒberzeugende Daten aus dem US-Einzelhandelssektor, die die zuletzt maßgeblicher gewordenen Rezessionssorgen dĂ€mpften.

Über die Ziellinie ging der EuroStoxx 1,70 Prozent höher bei 4.807,77 Punkten. Seit dem Kursrutsch von Anfang August, der am Montag der Vorwoche mit knapp 4.474 ZĂ€hlern den Boden erreichte, hat das Kursbarometer nun schon wieder um 7,5 Prozent zugelegt. Seitdem hat er an sieben von acht Handelstagen Kursgewinne erzielt. Am Donnerstag wurden zudem mit den 21- und 200-Tage-Linien auch wieder zwei vielbeachtete Indikatorlinien ĂŒbersprungen.

Außerhalb der Eurozone legte der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,80 Prozent auf 8.347,35 Punkte zu. Der schweizerische Leitindex SMI CH0009980894 gewann 0,65 Prozent auf 12.150,22 ZĂ€hler.

StĂ€rkster Sektor waren mit RĂŒckenwind aus New York die Technologiewerte. Als Branchen-Antreiber fungierte aber auch der niederlĂ€ndische Zahlungsdienstleister Adyen NL0012969182, der im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert hatte. Im Vorfeld skeptische Anleger wurden eines Besseren belehrt, denn die Zahlen ĂŒbertrafen die Erwartungen. Ein Kurssprung war die Folge und er wurde immer grĂ¶ĂŸer: Am Ende stand ein Plus von 12 Prozent zu Buche.

Im Versicherungssektor waren die Titel von Admiral GB00B02J6398 mit einem Plus von 6,5 Prozent recht stark gefragt. Die Analysten von RBC sprachen von besser als erwarteten Halbjahreszahlen des britischen Unternehmens. Vor allem auf dem heimischen Markt habe sich das GeschÀft stark entwickelt.

Weniger gut kamen die Zahlen von Orsted DK0060094928 an, die Aktien des dĂ€nischen Versorgers fielen um gut sieben Prozent. Sie reagierten damit auf Wertberichtigungen sowie auf Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verzögerung eines Windkraft-Projekts im zweiten Quartal. Davon sei die eigentlich solide operative Entwicklung ĂŒberdeckt worden, merkten die Analysten des Investmenthauses Jefferies an. Der Versorgersektor wurde davon gebremst, er war am Ende der einzige Verlierer in der Branchenwertung.

Die Aktien des schweizerischen SanitĂ€rbereichunternehmens Geberit CH0030170408 verloren 1,8 Prozent. Das vom Unternehmen vorgelegte Quartalsresultat wurde am Markt zwar als solide beurteilt. Mit dem verhaltenen Ausblick des Unternehmens dĂŒrften zahlreiche Analysten ihre SchĂ€tzungen nun aber nach unten revidieren, hieß es.

Unter den kleineren Werten glĂ€nzten Bavarian Nordic DK0015998017. Die Aussicht auf große AuftrĂ€ge fĂŒr den Impfstoffhersteller zur BekĂ€mpfung des Mpox-Virus trieb die am Vortag schon beflĂŒgelte Aktie nochmals um knapp acht Prozent nach oben. Mehrere AusbrĂŒche in Afrika und eine neue womöglich gefĂ€hrliche Variante sorgen fĂŒr Unruhe. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat deshalb die höchste Alarmstufe ausgerufen.

@ dpa.de | CH0009980894 BöRSEN/AKTIEN