Aktien Europa: Kursverluste - Skepsis zu Waffenruhe hÀlt MÀrkte in Zaum
09.04.2026 - 12:19:42 | dpa.deNach den deutlichen Kursgewinnen am Vortag setzte sich eine vorsichtigere EinschĂ€tzung der Waffenruhe im Iran-Krieg durch. Das spiegelte sich auch in den Ălpreisen wider.
"Die sich fortsetzenden Angriffe entladen sich an den FinanzmÀrkten in wieder steigenden Energiepreisen", erklÀrte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets. US-PrÀsident Donald Trump hatte dem Iran mit einer neuen militÀrischen Eskalation gedroht, falls Teheran sich nicht komplett an das Waffenruheabkommen halten sollte.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Mittag 0,78 Prozent auf 5.866,43 Punkte. AuĂerhalb des Euroraums sank der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,34 Prozent auf 13.068,75 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um 0,3 Prozent auf 10.576,57 Punkte nach.
Die Einzelsektoren entwickelten sich spiegelbildlich zum Vortag, wenn auch mit weit geringeren VerÀnderungen. Verluste erlitten zyklische und von den Energiepreisen abhÀngige Sektoren. So gaben Autowerte und Aktien von Fluggesellschaften stÀrker nach.
Auf dem Technologiesektor lasteten unterdessen die Verluste des Schwergewichts SAP DE0007164600, das um knapp vier Prozent fiel. Die Softwarebranche leidet unter Sorgen vor einer VerdrĂ€ngung durch den Einsatz KĂŒnstlicher Intelligenz (KI). JPMorgan-Analyst Toby Ogg wertete die Aussagen des Konzernchefs Christian Klein in der "Financial Times" als weiteren Beleg fĂŒr die VerĂ€nderungen am GeschĂ€ftsmodell von SAP. KI ersetze Unternehmenssoftware zwar nicht, zwinge die Unternehmen aber, deutlich mehr zu tun.
StĂ€rkste Gewinner waren dagegen die Ălwerte. Sie erholten sich damit von den Vortagsverlusten. Die Ălpreise hatten sich nach dem Vortageseinbruch nicht weiter abgeschwĂ€cht. "Wie nachhaltig die Entspannung bei den Energiepreisen ist, dĂŒrfte von den weiteren Verhandlungen abhĂ€ngen", merkte Roger RĂŒegg, Leiter Multi-Asset-Solutions bei der ZKB, angesichts der anstehenden GesprĂ€che zu einer lĂ€ngerfristigen Lösung des Iran-Krieges an.
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