Spahn pocht auf Reformen bei der Rente
24.11.2025 - 18:12:59 | dpa.deEs gebe "echten Reformdruck", sagte der Vorsitzende Jens Spahn (CDU) vor einer Fraktionssitzung im Berlin. Die Gesetzgebung zum Rentenpaket solle bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Dazu fÀnden entscheidende GesprÀche auch mit Richtung auf den Koalitionsausschuss an diesem Donnerstag statt.
"Der nĂ€chste Schritt mĂŒssen strukturelle Reformen sein", betonte Spahn. DafĂŒr wolle man sich auf ein "Rentenpaket II" auch mit einem Zeitplan verstĂ€ndigen, um das System vorzubereiten, wenn die geburtenstarken JahrgĂ€nge in den 30-er Jahren in Rente gehen. FĂŒr die Unionsfraktion stehe fest: "Bevor es nicht zu strukturellen Reformen in der sozialen Sicherung und auch beim Haushalt gekommen ist im nĂ€chsten Jahr, werden wir Diskussionen ĂŒber weitere Schulden und VerĂ€nderungen in diesem Bereich nicht mal auch nur beginnen."
Gegen "Basta-Rufe" aus Ministerien
Spahn betonte, der Bundestag sei der Gesetzgeber. "Rote Linien oder Basta-Rufe aus Ministerien sind nicht angemessen", sagte er offensichtlich mit Blick auf ĂuĂerungen von SPD-Kabinettsmitgliedern, am Gesetz werde nichts geĂ€ndert. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann hob hervor, dass es mit der "FrĂŒhstartrente" mit Anreizen fĂŒr Kinder und der "Aktivrente" mit Anreizen fĂŒr lĂ€ngeres Arbeiten schon im ersten Paket "Reformbausteine" gebe.
Die Koalition ringt um eine Lösung fĂŒr die Verabschiedung des Rentenpakets, nachdem eine Gruppe von 18 jungen Unionsabgeordneter den PlĂ€nen nicht zustimmen will. Damit gĂ€be es keine sichere eigene Mehrheit. Der Widerstand richtet sich gegen höhere Milliardenkosten infolge einer geplanten lĂ€ngeren Absicherung des Rentenniveaus im VerhĂ€ltnis zur Lohnentwicklung bis 2031.
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