Zahl der Volks- und Raiffeisenbanken im SĂŒdwesten sinkt weiter
17.03.2026 - 05:24:35 | dpa.de2025 habe sich ihre Zahl um sechs Institute auf 115 reduziert, teilte der Baden-WĂŒrttembergische Genossenschaftsverband in Stuttgart mit. Seit Jahren kommt es in der Branche zu ZusammenschlĂŒssen. GrĂŒnde fĂŒr die Entwicklung sind unter anderem der steigende Kostendruck sowie die verschĂ€rften Vorgaben der Aufsicht.
Die Bilanzsumme der Genossenschaftsbanken stieg im Vorjahresvergleich um 3,7 Prozent auf 221,5 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern lag mit 590 Millionen Euro ebenfalls höher. 2025 beschĂ€ftigten die Institute im SĂŒdwesten rund 20.600 Menschen und hatten gut 6,1 Millionen Kundinnen und Kunden.
Mehr Geld in den BĂŒchern
In einem schwierigen Wirtschaftsumfeld habe man ein starkes Jahresergebnis erwirtschaftet. VerbandsprÀsident Ulrich Theileis sagte: "Unsere Volksbanken und Raiffeisenbanken nutzen die gute Ertragslage zur weiteren StÀrkung der wichtigen Eigenkapitalbasis." Das mache sie widerstandsfÀhig und ermögliche ihnen, weiterhin Mittelstand, Kommunen und Infrastruktur zu finanzieren.
Die KreditbestĂ€nde legten 2025 um 5,1 Prozent auf 147 Milliarden Euro zu. Auf der Einlagenseite verbuchten die Institute einen Zuwachs von 4,0 Prozent auf 169,3 Milliarden Euro. AuffĂ€llig sei, dass die Kunden ihr Geld vor allem auf Giro- und Tagesgeldkonten deponierten. Sicherheit und VerfĂŒgbarkeit stĂŒnden an erster Stelle. "Die ZuwĂ€chse bei den Einlagen sind Ausdruck der hohen Reputation unserer Banken", sagte Theileis.
Mittelstand hĂ€lt sich zurĂŒck
Auch an Unternehmen und SelbststĂ€ndige haben die Genossenschaftsbanken mehr Kredite vergeben. Von einem Wirtschaftsaufschwung sei man aber weit entfernt. "Der Mittelstand hĂ€lt sich mit Investitionen nach wie vor stark zurĂŒck, und wenn investiert wird, handelt es sich hĂ€ufig um Ersatz- und nicht Wachstumsinvestitionen", sage Theileis. Die konjunkturellen Impulse fehlten.
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