Produktion/Absatz, Zusammenfassung

Verdi ruft an zwei großen NRW-FlughĂ€fen zu Warnstreiks auf

21.02.2025 - 18:55:08 | dpa.de

Die Gewerkschaft Verdi ruft BeschĂ€ftigte des öffentlichen Dienstes an den FlughĂ€fen DĂŒsseldorf und Köln fĂŒr Montag zu Warnstreiks auf.

Es sei mit "umfangreichen Auswirkungen auf PassagierflĂŒge" zu rechnen, teilte Verdi mit.

In Köln sollen die 24-stĂŒndigen Arbeitsniederlegungen bereits am spĂ€ten Sonntagabend beginnen, in DĂŒsseldorf am frĂŒhen Montagmorgen.

Nach Angaben eines Verdi-Sprechers sind in DĂŒsseldorf unter anderem BeschĂ€ftigte zum Warnstreik aufgerufen, die Koffer transportierten, die am Check-In-Schalter arbeiten oder die Flugzeuge mit frischem Wasser versorgen. Er gehe von "wenig Flugverkehr am Montag" aus, sagte der Sprecher. Die Sicherheitskontrollen sind den Angaben zufolge nicht betroffen.

Check-In-Mitarbeiter und Flugzeug-Einweiser

Auch in Köln sind nach Angaben von Verdi mehrere Berufsgruppen zum Warnstreik aufgerufen. Es gehe zum Beispiel um Menschen, die fĂŒr die Be- und Entladung der Flugzeuge zustĂ€ndig seien, ebenso Mitarbeiter beim Check-In-Schalter oder auch Flugzeug-Einweiser. Auch in Köln seien aber nicht die Sicherheitskontrollen betroffen.

Verdi und der Beamtenbund dbb verhandeln mit dem Bund und den Kommunen ĂŒber Einkommen und Arbeitszeit von mehr als 2,5 Millionen BeschĂ€ftigten. Diese arbeiten nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in Kitas, an Schulen und UniversitĂ€ten, im Nahverkehr, bei den Abfallbetrieben oder eben an FlughĂ€fen. Auch Feuerwehrleute und Bundespolizisten gehören dazu.

Gewerkschaft fordert Lohnplus von acht Prozent

Die Gewerkschaften wollen ein Lohnplus von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro monatlich durchsetzen. In besonders belastenden Jobs wie im Gesundheitsbereich soll es höhere ZuschlĂ€ge geben. Außerdem wollen die Gewerkschaften drei zusĂ€tzliche freie Tage aushandeln.

Die Arbeitgeber haben in den bisherigen zwei Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt. Besonders die Kommunen warnen vor einer Überlastung und weisen auf die hohen Schulden vieler StĂ€dte und Gemeinden hin.

Der Termin fĂŒr die nĂ€chste Verhandlungsrunde steht bereits fest: Gewerkschaften, Bund und Kommunen treffen sich vom 14. bis 16. MĂ€rz in Potsdam.

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