Aktien Europa: Kurse fallen zum Verfall - Novo Nordisk brechen ein
20.12.2024 - 12:24:09 | dpa.deZum groĂen Verfall an den Terminbörsen schwĂ€chelten die MĂ€rkte. Bis zum Mittag sank der EuroStoxx 50 EU0009658145 um 1,22 Prozent auf 4.819,63 Punkte. Deutlich stĂ€rker ging es beim Stoxx 50 EU0009658160 nach unten, der unter dem Kurseinbruch von Novo Nordisk DK0060534915 litt.
Auch in der Schweiz und GroĂbritannien ging es nach unten: Der Schweizer SMI CH0009980894 bĂŒĂte 1,42 Prozent auf 11.255,48 ZĂ€hler ein. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um knapp ein Prozent auf 8.027,71 Punkte nach.
Auch aus Ăbersee gab es negative Signale. "In den USA droht ein Shut-Down durch die Ablehnung des Ăbergangshaushalts des neuen PrĂ€sidenten Trump", betonte Marktexperte Andreas Lipkow. "Das Vorgehen hat sich in den letzten Jahren zu einer Tradition in den USA entwickelt, sendet aber dennoch ein jedes Mal Signale an die FinanzmĂ€rkte aus."
Zudem stehen am Nachmittag neue Daten zur Inflationsentwicklung in den USA an. "Erwartet wird ein erneuter Anstieg auf 2,9 Prozent, so dass der Teuerungsdruck weiterhin zu hoch ist", merkten die Volkswirte der Hessischen Landesbank an. "So werden die Zinssenkungserwartungen vermutlich nicht wieder forciert, nachdem diese mit der Fed-Sitzung zur Wochenmitte einen deutlichen DĂ€mpfer erhalten hatten."
Einen Kurseinbrauch erlitt das Schwergewicht Novo Nordisk. Neue Daten zu einem Gewichtssenker kamen am Markt nicht gut an und lieĂen die Aktie um 27 Prozent einbrechen. Das PrĂ€parat hatte in einer Studie nicht ganz den erhofften Effekt gehabt. Dies riss auch den Pharmasektor nach unten.
Bank und Finanzdienstleister standen nach den Abgaben am Vortag erneut unter Druck. Der StimmungsdĂ€mpfer, den die US-Notenbank den FinanzmĂ€rkten verpasst hatte, belastete damit einmal mehr. So verloren UBS CH0244767585 zwei Prozent, wĂ€hrend BNP Paribas FR0000131104 um 1,8 Prozent fielen. Auch bei den Technologiewerten setzten sich die Abgaben angesichts ungĂŒnstiger Vorgaben aus den USA und von den asiatischen MĂ€rkten fort. ASML NL0010273215 bĂŒĂten 2,4 Prozent ein.
Unter Druck standen zudem Werte, die sich im bisherigen Jahresverlauf schwach entwickelt hatten. So fielen Kering FR0000121485 um 2,2 Prozent. Seit Jahresbeginn hat die Aktie des französischen LuxusgĂŒteranbieters ĂŒber 40 Prozent nachgegeben.
Unter den kleineren Werten brachen Idorsia um ĂŒber 42 Prozent ein. Grund dafĂŒr war Verzögerungen bei den Verhandlungen fĂŒr das Bluthochdruckmittel Aprocitentan mit einer Drittpartei. Die vor gut drei Wochen angekĂŒndigten Verhandlungen ziehen sich hin. Das Schweizer Pharmaunternehmen kann nicht garantieren, dass ĂŒberhaupt eine Einigung erzielt wird.
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