Deutsche Anleihen: Kursgewinne - US-Inflation gesunken
11.07.2024 - 18:05:01Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 stieg bis zum Nachmittag um 0,53 Prozent auf 132,04 Punkte. Die Rendite zehnjÀhriger Bundesanleihen fiel auf 2,46 Prozent. In allen LÀndern der Eurozone gaben die Renditen merklich nach.
Die Teuerung in den Vereinigten Staaten hat sich im Juni spĂŒrbar abgeschwĂ€cht und Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed aufkommen lassen. Die Jahresinflationsrate fiel von 3,3 Prozent im Vormonat auf 3,0 Prozent. Analysten hatten mit einer weniger deutlichen AbschwĂ€chung gerechnet und im Schnitt eine Rate von 3,1 Prozent erwartet. Ăkonom Elmar Völker von der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg sprach von einem "positiven Paukenschlag" fĂŒr die FinanzmĂ€rkte. Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben nach den Daten deutlich nach und drĂŒckten auch die Renditen von europĂ€ischen Anleihen.
"Die Federal Reserve steht damit zwar noch nicht Gewehr bei FuĂ, um ihren Leitzins bereits am 31. Juli erstmals zu senken", sagte Völker. Allerdings sei der Weg fĂŒr eine Zinswende auf der darauffolgenden September-Sitzung bereitet.
In dieser Woche hatte Fed-Chef Jerome Powell noch keine klaren Hinweise auf bevorstehende Zinssenkungen gegeben. Etwas gedĂ€mpft wurden die Signale dafĂŒr durch robuste Daten vom Arbeitsmarkt. So sind die wöchentlichen ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe stĂ€rker gesunken als erwartet. Ein starker Arbeitsmarkt stĂŒtzt tendenziell die Lohnentwicklung und damit auch die Inflation.

