LohnlĂŒcke, MĂ€nnern

LohnlĂŒcke zwischen MĂ€nnern und Frauen bleibt unverĂ€ndert

26.02.2026 - 09:21:14 | dpa.de

Die LohnlĂŒcke zwischen MĂ€nnern und Frauen in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr nicht weiter geschlossen.

UnverÀndert verdienten Frauen im Schnitt pro Arbeitsstunde 16 Prozent weniger als ihre mÀnnlichen Kollegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Noch im Jahr zuvor hatte sich die LĂŒcke um 2 Prozentpunkte verringert. 2006 hatte der Verdienstunterschied (unbereinigter Gender Pay Gap) noch 23 Prozent betragen. Weiterhin ist der Unterschied im Osten mit 5 Prozent deutlich kleiner als im Westen der Republik, wo eine LĂŒcke von 17 Prozent klafft.

Bereinigter Gender Pay Gap unverÀndert

MĂ€nner verdienten im Jahr 2025 durchschnittlich 27,05 Euro in der Stunde und damit 4,24 Euro mehr als die Frauen. Knapp zwei Drittel der LohnlĂŒcke erklĂ€rt das Statistikamt mit höheren Teilzeitquoten bei den Frauen und geringeren GehĂ€ltern in frauentypischen Berufen. Es bleibt eine LĂŒcke (bereinigter Gender Pay Gap) von 1,71 Euro oder rund 6 Prozent des Brutto-Stundenlohns ohne eindeutige ErklĂ€rung. Dieser Wert hat sich 2025 nicht geĂ€ndert.

Auch bei vergleichbarer TĂ€tigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie verdienen also Frauen 6 Prozent weniger als MĂ€nner. Die Behörde vermutet, dass hier Erwerbsunterbrechungen etwa bei Schwangerschaften, zur Kindererziehung oder zur Pflege von Angehörigen eine Rolle spielen, die aber nicht nĂ€her erfasst seien. Man gehe davon aus, dass sich damit weitere Anteile des Lohnunterschieds erklĂ€ren lassen. Die 6 Prozent stellten insofern eine Obergrenze fĂŒr eine mögliche Verdienstdiskriminierung durch die Arbeitgeber dar.

Klare Unterschiede

Das Statistikamt stellt zum Equal Pay Day am 27. Februar weitere Zahlen zur VerfĂŒgung. Danach brachten Frauen wie in den vergangenen Jahren rund 18 Prozent weniger Zeit fĂŒr Erwerbsarbeit auf als die MĂ€nner (Gender Hours Gap). Ihre durchschnittliche Wochenarbeitszeit betrug 28 Stunden im Vergleich zu 34 Stunden. Auch beteiligten sich mit 74 Prozent aller Frauen anteilig weniger am Erwerbsleben. Bei den MĂ€nnern gingen 81 Prozent einer ErwerbstĂ€tigkeit nach (Gender Employment Gap).

Nimmt man alle drei Faktoren zusammen, kann eine erweiterte Verdienstungleichheit (Gender Gap Arbeitsmarkt) zwischen den Geschlechtern beschrieben werden. Diese fÀllt in den östlichen BundeslÀndern mit 22 Prozent deutlich geringer aus als im Westen mit 39 Prozent. Wesentlicher Grund ist, dass im Osten anteilig mehr Frauen Vollzeit arbeiten. Der gesamtdeutsche Wert betrÀgt 37 Prozent.

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