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New York Schluss: Stark ins Wochenende - Straße von Hormus offen

17.04.2026 - 22:31:49 | dpa.de

Die Nachricht von der Öffnung der Straße von Hormus hat am Freitag die Anleger in Jubelstimmung versetzt und den US-Aktienmarkt weiter in die Höhe getrieben.

Der US-Iran-Konflikt verliert damit etwas an Schärfe, Konjunktur- und Inflationssorgen wurden gedämpft. Die Ölpreise und die Renditen sackten ab. Durch die Meerenge verläuft eine wichtige Handelsroute für die Weltwirtschaft, die wegen des Iran-Kriegs zuletzt weitgehend blockiert war.

Die Straße von Hormus "wird für die verbleibende Dauer des Waffenstillstands für alle Handelsschiffe vollständig geöffnet", hatte der iranische Außenminister Abbas Araghchi in einem Beitrag auf der Plattform X mitgeteilt. US-Präsident Donald Trump hält jedoch an seiner Seeblockade für Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel fest. Diese solle bestehen bleiben, bis die Verhandlungen mit Teheran abgeschlossen seien, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 sowie der marktbreite S&P 500 US78378X1072 schraubten nach den Meldungen ihre jüngsten Rekorde weiter hinauf. Zum Handelsschluss stieg der Nasdaq 100 um 1,29 Prozent auf 26.672,43 Punkte und verbuchte damit ein Wochenplus von 6,2 Prozent. Neben geopolitischen Entspannungssignalen sorgte während der Woche auch Optimismus mit Blick auf Technologien rund um Künstliche Intelligenz für Auftrieb. Der S&P 500 gewann am Feitag 1,20 Prozent auf 7.126,06 Zähler, womit sich auf Wochensicht ein Plus von 4,5 Prozent ergibt.

Für den Dow Jones Industrial US2605661048 ging es am Freitag um 1,79 Prozent auf 49.447,43 Punkte hoch. Das Wochenplus beläuft sich auf 3,2 Prozent. Im Gegensatz zur Nasdaq und zum S&P 500 hat der US-Leitindex bis zu seinem Rekord bei über 50.500 Punkten noch etwas Luft.

Unter den Magnificent 7 verbuchten Apple US0378331005 und Tesla US88160R1014 Aufschläge von 2,6 beziehungsweise 3 Prozent. Die Anteile des iPhone-Herstellers profitierten von einer Hochstufung durch BNP Paribas von "Neutral" auf "Outperform". Die Papiere des E-Fahrzeugproduzenten ließen die 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend hinter sich, nachdem sie im Wochenverlauf bereits ihren Abwärtstrend seit Ende des vergangenen Jahres geknackt hatten.

Ölaktien EU0009658780 gerieten mit den fallenden Ölpreisen unter Druck: Chevron US1667641005, ExxonMobil US30231G1022 und ConocoPhillips US20825C1045 verloren zwischen 2,2 und 4,6 Prozent.

Konsumwerte legten mit der Aussicht auf eine geringere Inflation zu. Im Dow verbuchten die Anteile der Baumarktkette Home Depot US4370761029 Kursgewinne von 3,6 Prozent. Procter & Gamble US7427181091 schlossen 2,7 Prozent fester.

Papiere von Fluggesellschaften wie United Airlines US9100471096, American Airlines US02376R1023, Delta Air Lines US2473617023 und Southwest US8447411088 gewannen zwischen 2,6 und 7,2 Prozent. Die fallenden Ölpreise senken die Kerosinkosten. Zudem verringert sich das Risiko, dass die Airlines Flugzeuge stilllegen müssen. Noch am Vortag hatte die Internationale Energieagentur (IEA) gewarnt, dass Flugzeugtreibstoff knapp werden könnte.

Die Netflix US64110L1061-Aktien sackten nach der Veröffentlichung eines enttäuschenden Ausblicks um 9,7 Prozent ab. Der Streamingkonzern hatte für das laufende Quartal weniger operativen Gewinn in Aussicht gestellt als von Analysten erwartet. Sie waren von höheren Gewinnen nach der Aufgabe von Netflix im Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers US9344231041 ausgegangen. Einige Investoren hätten außerdem auf größere Aktienrückkäufe und ein höheres Margenziel im Gesamtjahr gehofft, was nun aber beides ausbleibe, schrieb die Citigroup.

Alcoa US0138171014 konnte mit Quartalszahlen nicht überzeugen. Der Aluminium-Konzern habe die Erwartungen vor allem beim bereinigten operativen Ergebnis (ber. Ebitda) verfehlt, schrieben die Experten von JPMorgan. Der Aluminiumabsatz leide neben der Saisonalität unter anderem auch unter den Folgen des Iran-Kriegs. Die Alcoa-Aktien büßten 6,8 Prozent ein./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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