Umfrage: Jeder Dritte kennt neue E-Auto-PrÀmie gar nicht
12.02.2026 - 15:40:23Jede und jeder Dritte (34 Prozent) in Deutschland hat bislang nicht von der neuen Förderung gehört. Das geht aus einer reprĂ€sentativen, online durchgefĂŒhrte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. DafĂŒr wurden zwischen dem 6. und 9. Februar insgesamt 2.100 Personen befragt.
AuĂerdem fĂŒhlt sich eine Mehrheit der Befragten, die von der neuen PrĂ€mie bereits gehört hatten, nicht gut informiert. Demnach sagen 42 Prozent der Befragten, sie seien eher schlecht informiert. 12 Prozent fĂŒhlten sich sogar sehr schlecht informiert. Als eher gut informiert empfindet sich etwa jede und jeder Dritte (32 Prozent), sehr gut informiert sind 6 Prozent.
Bewertung geht auseinander
Bei der Bewertung der PrĂ€mie gingen die Meinungen auseinander. Knapp jeder FĂŒnfte bewertet sie als schlecht und jeder Vierte als mittelmĂ€Ăig. Gut finden die PrĂ€mie 30 Prozent der Befragten und sehr gut jeder Zehnte.
Mehr als die HĂ€lfte der Befragten (53 Prozent) gab an, dass die neue PrĂ€mie keinen Einfluss auf Ăberlegungen zum Kauf oder Leasing eines E-Autos habe. Ferner antworteten 21 Prozent, dass ein E-Auto fĂŒr sie generell nicht infrage komme. Etwas wahrscheinlicher macht die neue PrĂ€mie demnach fĂŒr 14 Prozent der Befragten den Kauf oder das Leasing, deutlich wahrscheinlicher fĂŒr 6 Prozent.
Eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums erklÀrte auf Anfrage: "Wir werden - insbesondere in zeitlicher NÀhe zum Start der Antragstellung und dem Web-Portal - unsere Informationsangebote weiter hochfahren, aber nicht mit bezahlter Werbung." Beantragen kann man die neue Förderung voraussichtlich erst ab Mai, wenn das entsprechende Internet-Portal an den Start gehen soll. Herstellern und HÀndlern stehe es frei, selbst zu informieren oder Werbung zu machen, was diese auch schon tÀten, erklÀrte die Sprecherin.
1.500 bis 6.000 Euro Förderung
Das Bundesumweltministerium hatte vor gut einem Monat angekĂŒndigt, dass Privatkunden beim Kauf von reinen Elektroautos, Plug-in-Hybriden und Elektroautos mit Range Extender wieder eine staatliche Förderung bekommen können. Je nach Fahrzeugart und persönlichen UmstĂ€nden liegt sie zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Allerdings gibt es Einkommensobergrenzen, bis zu denen sie ausgezahlt wird - diese liegen bei 80.000 Euro Haushaltseinkommen im Jahr, mit zwei Kindern bei 90.000 Euro.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hatte im Januar bei der Vorstellung prognostiziert, die neue KaufprÀmie werde der deutschen und europÀischen Autobranche einen Schub verleihen. Die HÀlfte der Haushalte, die in den vergangenen Jahren ein Elektroauto angeschafft haben, lag nach Angaben Schneiders unter der 80.000-Euro-Grenze.
Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes kamen vergangenes Jahr die elf am hÀufigsten neu zugelassenen reinen Elektroautos aus dem VW DE0007664039-Konzern oder der BMW DE0005190003-Gruppe. Allen voran waren das der ID.7 und der ID.3 von VW. Bei Plug-in-Hybriden ist die Situation nicht ganz so deutlich, auch hier kommen aber sieben der zehn beliebtesten Modelle von BMW, Mercedes DE0007100000 oder aus dem VW-Konzern.
Branchenexperte ĂŒbt Kritik an PrĂ€mie
Das Kundeninteresse sei kurz nach der AnkĂŒndigung der neuen Förderung sprunghaft gestiegen, bestĂ€tigten die Onlineplattformen MeinAuto DE000MAG0008.de und Carwow wie auch der PrĂ€sident des Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Thomas Peckruhn, auf Anfrage.
Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer hatte die neue PrĂ€mie kritisiert. Insgesamt sei die Zahlung "ein steuerfinanziertes Förderprogramm", das der Markt nicht brauche. SchlieĂlich hĂ€tten schon vor ihrer EinfĂŒhrung steigende Rabatte auf Elektroautos deren Absatz angetrieben.
@ dpa.de
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