Spannungen, Nahen

Ölpreise geben leicht nach

22.04.2024 - 12:43:27 | dpa.de

Die Ölpreise sind am Montag trotz Spannungen im Nahen Osten mit AbschlĂ€gen in die Woche gestartet.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete gegen Mittag 86,75 US-Dollar. Das waren 54 Cent weniger als am Freitag. Der Preis fĂŒr ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai fiel um 33 Cent auf 82,81 Dollar.

Trotz der großen Spannungen im Nahen Osten sind die Erdölpreise in der vergangenen Woche gefallen. Ein MilitĂ€rschlag auf Iran, der Israel zugeschrieben wird, hatte am Freitag nur zeitweise fĂŒr steigende Ölpreise gesorgt. Seit Jahresbeginn sind die Rohölpreise jedoch um etwa 13 Prozent gestiegen. Ausschlaggebend sind neben den vielen geopolitischen Krisen das knappe Angebot großer FörderlĂ€nder und die tendenzielle Besserung der Konjunktur in Europa und China.

Die Analysten der US-Bank JPMorgan werten das erhöhte Niveau der Ölpreise auch als geldpolitisches Risiko. In einem Kommentar ist von einem "ungĂŒnstigen Zeitpunkt" die Rede, da der Zinskurs der US-Notenbank Fed infrage gestellt werden könnte. Schon jetzt sind die Zinssenkungserwartungen an die Fed deutlich zurĂŒckgenommen worden. Als wichtigster Grund gilt die hartnĂ€ckige Inflation, die durch weiter steigende Erdölpreise zusĂ€tzlich getrieben wĂŒrde.

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