Familienunternehmer fordern Aus fĂŒr Erbschaftsteuer im Osten
03.09.2025 - 13:36:03Unternehmen seien dort bis zum Fall der Mauer systematisch benachteiligt gewesen beim Aufbau von Eigenkapital, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe zur BegrĂŒndung.
"Eine komplette Abschaffung in den ostdeutschen LĂ€ndern wĂŒrde dort den Unternehmen, vom Familienunternehmen bis zum Handwerksbetrieb, die Möglichkeit zur StĂ€rkung des Eigenkapitals enorm verbessern", so Ostermann.
ThĂŒringens MinisterprĂ€sident Mario Voigt (CDU) nannte das einen "spannenden Vorschlag". "Wenn wir den Osten stark machen wollen, dann mĂŒssen wir ihm diese Chance geben", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das wĂ€re eine echte Steuersenkung fĂŒr Mittelstand und Handwerk in Ostdeutschland.
Den Vorschlag des bayerischen MinisterprÀsidenten Markus Söder (CSU), die Erbschaftsteuer zu regionalisieren, so dass jedes Bundesland seine eigenen SteuersÀtze festlegen könnte, sieht Ostermann hingegen skeptisch.
Merz lehnt Sonderweg bei Erbschaftsteuer ab
Eine Regionalisierung mit 16 unterschiedlichen Regelungen hĂ€tte einen Flickenteppich aus unterschiedlichen Regelungen und zusammengesetzten FreibetrĂ€gen zur Folge, sagte sie. Der bĂŒrokratische Aufwand wĂŒrde fĂŒr Unternehmen mit BetriebsstĂ€tten in mehreren BundeslĂ€ndern enorm steigen.
Aus bayerischer Perspektive sei Söders Vorschlag hingegen nachvollziehbar, erklĂ€rte Ostermann. "Gerade im Vergleich zu Ăsterreich, wo es keine Erbschaftsteuer gibt, besteht ein erheblicher Wettbewerbsnachteil fĂŒr Unternehmen in Grenzregionen."
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Söders Vorschlag bereits zurĂŒckgewiesen. "Ich sehe im Augenblick nicht, dass es darĂŒber einen Konsens zwischen den LĂ€ndern gĂ€be", sagte er am Montag.

