Nordea, Renditeziel

Nordea enttÀuscht mit Renditeziel - Aktie rutscht ab

05.11.2025 - 14:43:43

Die skandinavische Bank Nordea FI4000297767 hat Anleger an der Börse mit ihrem Renditeziel fĂŒr die nĂ€chsten Jahre enttĂ€uscht.

FĂŒr die kommenden Jahre peilt das Management weiterhin eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15 Prozent an. 2030 soll es dann deutlich mehr sein, wie das Geldhaus anlĂ€sslich seines Kapitalmarkttags am Mittwoch in Helsinki mitteilte. An der Börse wurde die Nachricht mit einem Kursrutsch quittiert.

Die Nordea-Aktie verlor in Helsinki zeitweise bis zu vier Prozent auf 14,155 Euro. Zuletzt lag sie noch mit knapp drei Prozent im Minus und gehörte weiterhin zu den grĂ¶ĂŸten Verlierern im Eurozonen-Index EuroStoxx 50 EU0009658145. Damit setzte das Papier seine Talfahrt fort, die bereits am Montag begonnen hatte.

Bankchef Frank Vang-Jensen verteidigte sein Renditeziel in einem Interview. Das Ziel sei eine Untergrenze ohne Begrenzung nach oben. Die Kennzahl werde in dem Prognosezeitraum nie unter die Mindestmarke fallen und am Ende des Zeitraums "deutlich höher" sein. Dann, im Jahr 2030, soll der Gewinn je Aktie etwa zwei Euro erreichen - nach 1,44 Euro im vergangenen Jahr.

Aus Sicht des Branchenexperten Johan Ekblom von der Schweizer Großbank UBS setzt die Nordea-FĂŒhrung vor allem auf höhere ErtrĂ€ge und eine Begrenzung der Kosten. Er hielt deshalb seine Empfehlung "Buy" fĂŒr die Aktie aufrecht.

So will Vang-Jensen die ErtrÀge in den kommenden Jahren stÀrker steigern als der Durchschnitt der Branche. Zugleich sollen die Kosten der Bank ohne staatlich vorgeschriebene Abgaben nur 40 bis 42 Prozent der ErtrÀge aufzehren. Im dritten Quartal lag diese Quote bei 45,8 Prozent.

Zugleich will Nordea in den Jahren 2026 bis 2030 insgesamt mehr als 20 Milliarden Euro etwa in Dividenden und AktienrĂŒckkĂ€ufe stecken. Dabei sollen 60 bis 70 Prozent der Jahresgewinne als Dividende ausgezahlt werden.

Nordea ist eine der fĂŒhrenden Banken in Nordeuropa. Sie entstand durch die Fusion mehrerer GeldhĂ€user aus DĂ€nemark, Finnland und Schweden.

@ dpa.de