Morgan Stanley verdient auch wegen Rechtsstreitigkeiten weniger
16.01.2024 - 17:19:05 | dpa.deDer im vierten Quartal auf die Anteilseigner entfallende Gewinn sank um 35 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar (knapp 1,3 Mrd Euro), wie das Geldhaus am Dienstag in New York mitteilte. Dabei belastete auch die fast eine Viertelmilliarde Dollar teure Einigung mit der US-Staatsanwaltschaft, um eine Untersuchung rund um Handelspraktiken aus dem Weg zu rĂ€umen. Im Gesamtjahr drĂŒckten zudem höhere RĂŒckstellungen fĂŒr mögliche Kreditrisiken sowie das schwĂ€chelnde Investment- und BeratungsgeschĂ€ft auf den Gewinn. Die Aktie verlor zuletzt fast vier Prozent.
Bei insgesamt nahezu stagnierenden ErtrĂ€gen verdiente das Institut 2023 unter dem Strich 8,5 Milliarden Dollar und damit fast ein FĂŒnftel weniger als 2022. WĂ€hrend in der Verwaltung von Geldern hochvermögender Kunden zumindest die ErtrĂ€ge dank der gestiegenen Zinsen wuchsen und dabei die Erwartungen ĂŒbertrafen, ging der Gewinn in dem GeschĂ€ftsbereich etwas zurĂŒck.
Ebenso schnitt die Beratung von Unternehmen, etwa zu BörsengĂ€ngen und Fusionen, sowie die Investmentbank mit Blick auf den Gewinn schwĂ€cher ab. Vor allem die Einnahmen aus festverzinslichen Wertpapieren enttĂ€uschten im Vergleich zu den AnalystenschĂ€tzungen. Zudem legte Morgan Stanley fast doppelt so viel Geld fĂŒr drohende KreditausfĂ€lle zurĂŒck.
Jefferies-Analyst Daniel Fannon legte das Hauptaugenmerk in einer ersten Reaktion auf die Zahlen auf die Investmentbank. Der Gewinn je Aktie liege unter der Markterwartung, schrieb er. Rechne man Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten heraus, liege der Gewinn je Aktie aber nÀher an der durchschnittlichen Analystenprognose.
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