Nasa baut Mondprogramm weiter um - PrÀsenz auf Dauer geplant
25.03.2026 - 09:46:57 | dpa.de"Diese Mondstation wird nicht ĂŒber Nacht erscheinen. Wir werden in den nĂ€chsten sieben Jahren rund 20 Milliarden Dollar investieren und sie mit Dutzenden Missionen bauen."
Die PlĂ€ne fĂŒr eine um den Mond kreisende Raumstation namens "Gateway" wĂŒrden im Gegenzug zumindest vorerst eingestampft. Die Raumstation, an der auch die europĂ€ische Raumfahrtagentur Esa beteiligt war, sollte als Zwischenstation fĂŒr bemannte Missionen zum Mond und spĂ€ter möglicherweise auch zum Mars dienen.
AuĂerdem plane die Nasa bis 2028 das erste nuklearbetriebene Raumschiff zum Mars zu schicken, sagte Isaacman weiter. "Die Nasa ist verpflichtet, erneut das fast Unmögliche zu erreichen: Vor dem Ende der Amtszeit von PrĂ€sident Trump auf den Mond zurĂŒckzukehren, eine Mondbasis zu bauen, eine anhaltende PrĂ€senz zu etablieren und die anderen Dinge zu tun, die eine amerikanische AnfĂŒhrerschaft im Weltraum sicherstellen."
Hintergrund ist auch ein neuer Wettlauf der Raumfahrtnationen
Hintergrund sei auch der globale Konkurrenzkampf im All. "Die Uhr lĂ€uft in diesem Wettkampf der GroĂmĂ€chte und Erfolg oder Niederlage wird in Monaten, nicht Jahren gemessen werden." Schon seit Jahren gibt es einen neuen Wettlauf von Raumfahrtnationen zum Mond. GröĂter Konkurrent der USA ist China mit dem vorgegebenen Ziel, bis 2030 Menschen auf den Mond zu bringen. Auch Russland will Menschen auf den Mond bringen, hat aber mit Verzögerungen wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu kĂ€mpfen.
Europas frĂŒherer Raumfahrtchef Jan Wörner Ă€uĂerte sich skeptisch zu den PlĂ€nen der Nasa. "So schön es prinzipiell ist, dass die Idee des "MoonVillage" teilweise realisiert wird, so bedauerlich und bedenklich ist es, dass die internationale Dimension nicht konkret angesprochen wird", sagte der ehemalige Esa-Chef der Deutschen Presse-Agentur. "Auch die Tatsache, dass das Gateway dem Plan zum Opfer fĂ€llt, ist aus europĂ€ischer Sicht zu bedauern. SchlieĂlich hatte sich die Esa verpflichtet, Teile zu liefern."
Mondprogramm "Artemis" bereits umgeschmissen
Bereits vor einigen Wochen hatte Isaacman den Plan fĂŒr das krisengeplagte Mondprogramm "Artemis" komplett umgeschmissen. Die Mission "Artemis 3", mit der ursprĂŒnglich frĂŒhestens 2028 eine Crew auf dem Mond landen sollte, soll nun bereits im kommenden Jahr starten, aber nicht auf dem Mond landen.
Anstelle dessen solle die "Orion"-Kapsel sich bei dieser Mission im Weltraum mit einem oder zwei Mondlandern zusammendocken. Diese Lander sollen von den privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-MilliardĂ€r Elon Musk und Blue Origin von Amazon-GrĂŒnder Jeff Bezos entwickelt und gebaut werden. Zudem solle es dann 2028 möglicherweise sogar gleich zwei Mondlandungsversuche geben - "Artemis 4" und "Artemis 5". Landungen seien dann anfangs alle sechs Monate mit der Möglichkeit einer noch engeren Taktung geplant, sagte Isaacman.
Start von "Artemis 2" weiter so bald wie möglich
Die Mission "Artemis 2" solle unterdessen weiter wie geplant so bald wie möglich starten. Mit dieser Mission sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die NÀhe des Mondes fliegen. Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen sollen bei der etwa zehntÀgigen Mission um den Mond herum fliegen. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond.
Der Start von "Artemis 2" hat sich aufgrund von technischen Problemen allerdings verzögert. FrĂŒhestmöglicher Starttermin ist momentan der 1. April.
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