USA, Soldaten

USA: Soldaten in Europa beeinflussen Grönland-Ziel nicht

15.01.2026 - 20:53:35

Die US-Regierung hat sich im Grönland-Konflikt unbeeindruckt von der militĂ€rischen Erkundungsmission mehrerer Nato-VerbĂŒndeten DĂ€nemarks auf der Arktisinsel gezeigt.

"Ich glaube nicht, dass Soldaten in Europa den Entscheidungsprozess des PrĂ€sidenten beeinflussen oder dass das irgendeinen Einfluss auf sein Ziel hat, Grönland zu erwerben", sagte die Regierungssprecherin von US-PrĂ€sident Donald Trump, Karoline Leavitt, vor Journalisten im Weißen Haus.

Mehrere Nato-VerbĂŒndete DĂ€nemarks senden Soldaten auf die Arktisinsel. Das weitgehend autonome Grönland gehört zum Hoheitsgebiet des Nato-Mitglieds DĂ€nemark. An der Erkundungsmission beteiligt sich auch die Bundeswehr. Vom Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen startete am Donnerstag ein Transportflugzeug vom Typ A400M mit Soldaten an Bord. Nach einem Stopp in DĂ€nemark sollen die Soldaten am Freitag zusammen mit weiteren Partnern mit einem zivilen dĂ€nischen Flugzeug in Grönland eintreffen.

US-PrĂ€sident Trump will Grönland kaufen. Er begrĂŒndete das wiederholt mit nationalen Sicherheitsinteressen und er warnt vor einer zu starken PrĂ€senz Russlands und Chinas in der Arktisregion.

USA: "Es war ein gutes Treffen"

Ein KrisengesprĂ€ch zwischen den USA, DĂ€nemark und Grönland hatte am Mittwoch keine Lösung im Konflikt um die BesitzansprĂŒche der USA gebracht. Dem dĂ€nischen Außenminister Lars LĂžkke Rasmussen zufolge offenbarte das Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio und US-VizeprĂ€sident JD Vance "fundamentale" Meinungsverschiedenheiten. Trump war nicht dabei.

US-Regierungssprecherin Leavitt sprach indes von einem "produktiven Treffen". "Es war ein gutes Treffen." Sie sagte weiter, man habe sich darauf geeinigt, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die technische GesprĂ€che ĂŒber den Kauf Grönlands fĂŒhren solle. Es sei ihr gesagt worden, dass diese Treffen alle zwei bis drei Wochen stattfinden sollen, ergĂ€nzte Leavitt.

@ dpa.de