Discord gründet Teenager-Rat und schaltet Plattform auf Jugendschutz-Modus
10.02.2026 - 20:31:12Die Kommunikationsplattform Discord stellt ihre Sicherheitsstrategie auf den Kopf. Ein neu gegründeter Teenager-Rat soll künftig direkt in die Entwicklung einbezogen werden. Gleichzeitig wird für alle Nutzer ab März ein „Jugendschutz-Modus“ zur Standardeinstellung.
Jugendliche werden zu Sicherheitsberatern
Im Zentrum der neuen Strategie steht der erste Discord Teen Council. Das Unternehmen sucht aktuell 10 bis 12 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren für dieses beratende Gremium. Ihre Mission: authentisches Feedback aus der Lebenswelt junger Nutzer liefern.
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„Zukünftige Funktionen und Sicherheitsrichtlinien sollen mit Teenagern entwickelt werden – nicht nur für sie“, erklärt die Plattform. Die Einsichten des Rates sollen direkt in Produktentwicklung, Richtlinien und Bildungsmaterialien einfließen.
Bis zum 1. Mai 2026 können sich interessierte Teenager in den USA bewerben. Die offizielle Gründung und erste Schwerpunkte werden für den Spätsommer 2026 erwartet. Eine Balance zwischen Schutz einerseits und Privatsphäre sowie Autonomie andererseits soll so gefunden werden.
Globaler Standard: Sicherheit als Default
Der Rat ist Teil einer viel größeren Sicherheitsoffensive. Ab März 2026 wird weltweit ein einheitlicher „Teen-by-Default“-Modus eingeführt. Alle neuen und bestehenden Konten starten dann automatisch mit verstärkten Jugendschutzeinstellungen.
- Als sensibel eingestufte Inhalte werden automatisch unscharf geschaltet.
- Zugang zu altersbeschränkten Servern, Kanälen und Befehlen ist blockiert.
- Direktnachrichten von Unbekannten landen in einer separaten Anfragen-Box.
- Verstärkte Warnhinweise erscheinen bei Freundschaftsanfragen Fremder.
- In Audio-Chats dürfen nur verifizierte Erwachsene aktiv sprechen.
Wie die Altersverifikation funktioniert
Um die restriktiven Voreinstellungen zu ändern, müssen sich Nutzer als Erwachsene verifizieren. Discord setzt dabei auf datenschutzfreundliche Methoden. Zur Wahl stehen Gesichtsalterschätzung per Video-Selfie – die Daten verlassen das Gerät nicht – oder die Vorlage eines amtlichen Ausweises bei zertifizierten Partnern.
Zusätzlich kommt ein Hintergrundmodell zum Einsatz, das anhand nicht-invasiver Signale hilft, Erwachsenen-Konten zu erkennen. Das verifizierte Alter ist für andere Nutzer nicht sichtbar. Trotz dieser Zusicherungen lösen die Pläne bereits Diskussionen über Datenschutz aus.
Reaktion auf regulatorischen Druck
Der umfassende Sicherheitsupdate kommt zu einer Zeit, in der soziale Plattformen weltweit unter schärferer Beobachtung stehen. Der Fokus liegt nicht mehr nur auf reaktiver Inhaltsmoderation, sondern auf proaktivem Schutz.
Mit der Einführung globaler Mindeststandards will Discord eine sicherere Umgebung von der ersten Minute an schaffen. Die Branche beobachtet genau, ob dieser Ansatz Schule macht. Die Erkenntnisse des Teenager-Rates könnten dabei wegweisend sein – für eine Plattform, die nicht nur sicherer, sondern auch näher an ihrer jungen Community ist.
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