Ergebnisse, Produktion/Absatz

Beiersdorf legt zu - China-GeschÀft bleibt aber schwierig

15.04.2025 - 11:17:35

Eine gute Nachfrage nach Dermatologieprodukten wie Eucerin und ein starkes Tesa-KlebebandgeschĂ€ft haben dem KonsumgĂŒterkonzern Beiersdorf DE0005200000 im ersten Quartal Auftrieb verliehen.

Dagegen bleibt das China-GeschĂ€ft wegen des anhaltenden Marktumfeldes schwierig. FĂŒr das KonsumentengeschĂ€ft mit Hautpflegemarken wie Nivea, Eucerin oder LaPrairie gab Konzernchef Vincent Warnery fĂŒr das zweite Quartal eine vorsichtige Wachstumsprognose. Die Jahresziele bestĂ€tigten die Hamburger jedoch und gehen von einer Belebung in der zweiten JahreshĂ€lfte aus.

Die Aktie des Dax DE0008469008-Konzerns eröffnete den Handel am Dienstag mit einem Kurssprung von mehr als zwei Prozent. So schnitt Beiersdorf besser ab als von Analysten erwartet. Die Hamburger hĂ€tten eine niedrig liegende HĂŒrde locker genommen, resĂŒmierte Analyst Callum Elliott von Bernstein Research. Nach einem kurzfristigen Abstecher ins Minus notierte das Papier am spĂ€ten Vormittag dann wieder fast ein Prozent im Plus, hinkte damit aber dem deutschen Leitindex etwas hinterher.

Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 3,3 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mitteilte. Organisch - sprich wÀhrungs- und portfoliobereinigt - nahmen die Erlöse um 3,6 Prozent zu und damit stÀrker, als Analysten erwartet hatten. WÀhrend das Dermatologie-GeschÀft prozentual zweistellig zulegte, wuchs das MassengeschÀft der Marke Nivea nach einem starken Vorjahresvergleich moderat.

Die Luxuspflegemarke LaPrairie hingegen musste deutlich Federn lassen. Hier kÀmpft Beiersdorf mit einem anhaltend schwierigen Marktumfeld in China und Gegenwind im Reiseeinzelhandel, von dem die Marke weiterhin stark abhÀngig ist. Das Unternehmen reduzierte daher im Laufe des vergangenen Quartals in diesem Zusammenhang seine LagerbestÀnde. Warnery erwartet eine Besserung der Zahlen - allerdings vermehrt in den letzten beiden Quartalen des Jahres, wie er in einer Telefonkonferenz erlÀuterte.

FĂŒr das zweite Quartal zeigte sich der Konzernchef fĂŒr die Konsumentensparte zurĂŒckhaltend und erwartet ein organisches Wachstum am unteren Ende der fĂŒr das Jahr 2025 avisierten Spanne von vier bis sechs Prozent. Analysten haben hier bislang mehr auf dem Zettel. Auch fĂŒr das Gesamtjahr gehen Fachleute von einem Wachstum am oberen Ende der Spanne aus. DafĂŒr mĂŒsste Beiersdorf im Verlauf noch eine Schippe drauflegen. Warnery setzt dabei eigenen Aussagen zufolge auf eine stĂ€rkere Belebung in der zweiten JahreshĂ€lfte.

Die Jahresprognose bekrÀftigte der Manager daher auch und erwartet sowohl im KonsumentengeschÀft als auch im Konzern ein organisches Wachstum von vier bis sechs Prozent.

Im KlebergeschĂ€ft Tesa geht Beiersdorf von einem Plus von einem bis drei Prozent aus. Ob das obere oder das untere Ende erreicht werde, hĂ€nge dabei maßgeblich mit der weiteren Entwicklung der derzeit schwĂ€chelnden Automobilindustrie zusammen, sagte Warnery in der Telefonkonferenz. Im ersten Quartal verzeichnete Tesa ein organisches Umsatzplus von 10,7 Prozent, welches vom ElektronikgeschĂ€ft angetrieben wurde. Zudem profitierte der Bereich von einer niedrigen Vergleichsbasis im Vorjahr.

Die Margenprognosen bekrĂ€ftigte der Konzern ebenfalls. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern sowie vor Sondereffekten soll leicht ĂŒber dem Vorjahresniveau herauskommen.

Mit Blick auf die US-Zollpolitik zeigte sich Beiersdorf zuversichtlich. Ein Drittel der Produktion liegt in den USA und ist nicht betroffen. Und die Produktion in Mexiko fÀllt unter das Freihandelsabkommen United States Mexico Canada Agreement (USMCA), das ebenfalls von Zöllen derzeit ausgenommen ist.

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