Experten schlagen CO2-Abgabe fĂŒr Landwirtschaft in DĂ€nemark vor
21.02.2024 - 14:31:37Die Expertengruppe um den Wirtschaftsprofessor Michael Svarer schlug am Mittwoch drei Modelle fĂŒr eine CO2e-Abgabe in der landwirtschaftlichen Produktion in Höhe von 125 bis 750 dĂ€nischen Kronen pro Tonne vor, mit der die Emissionen des skandinavischen EU-Landes um schĂ€tzungsweise 2,4 bis 3,2 Millionen Tonnen reduziert werden könnten. CO2e steht fĂŒr CO2-Ăquivalente - dabei werden andere klimaschĂ€dliche Gase in CO2 umgerechnet.
Zugleich könnten alle drei Modelle den Verlust von ArbeitsplĂ€tzen sowie höhere Preise etwa fĂŒr Rind- und Schweinefleisch und Milch zur Folge haben, erlĂ€uterte Svarer bei der PrĂ€sentation in Kopenhagen.
DĂ€nemark hat sich zum Ziel gesetzt, seine Emissionen bis 2030 um 70 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu verringern. Sollten bisherige politische Abkommen ĂŒber verschiedene KlimamaĂnahmen zu den jeweils erhofften CO2-Reduktionen fĂŒhren, fehlen trotzdem weiterhin Verringerungen um etwa 2,5 Millionen, um dieses Ziel zu erreichen. Solche Berechnungen sind allerdings mit gröĂeren Unsicherheiten verbunden.
In zahlreichen europĂ€ischen LĂ€ndern haben Bauern in den vergangenen Wochen unter anderem gegen Auflagen im Rahmen der Klima- und Umweltpolitik der EU protestiert - in Skandinavien sind solche Aktionen bislang ausgeblieben. Inwieweit die mögliche EinfĂŒhrung einer CO2e-Abgabe in der Landwirtschaft daran etwas Ă€ndern könnte, ist unklar.
Die Empfehlungen der Expertengruppe sollen nun die Grundlage fĂŒr Verhandlungen zu einer grĂŒnen Steuerreform darstellen, die die dĂ€nische Regierung zusammen mit Landwirtschafts- und Umweltorganisationen fĂŒhren will. Danach soll sich das dĂ€nische Parlament mit der MaĂnahme beschĂ€ftigen.

