AKTIE IM FOKUS: AufwÀrtstrend von Linde in Gefahr nach enttÀuschendem Ausblick
31.10.2024 - 15:17:18Die Papiere des einstigen Dax DE0008469008-Konzerns gaben im frĂŒhen Handel im Nasdaq 100 US6311011026 um drei Prozent auf 459 US-Dollar nach. Damit rutschten sie unter den AufwĂ€rtstrend, in dem sich die Aktien seit Anfang Juli befanden. Sollten die Papiere unter 470 Dollar schlieĂen, wĂ€re dieser Trend vorerst gebrochen.
Die Prognose des Industriegasekonzerns fĂŒr das Schlussquartal sei hinter den Erwartungen zurĂŒckgeblieben, schrieb UBS-Analyst Joshua Spector. Er geht aber nach wie vor davon aus, dass Linde sich bestĂ€ndig gut entwickelt, auch wenn er noch keine erneute Beschleunigung des Ergebniswachstums je Aktie sieht.
Linde hatte mitgeteilt, dass der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) im Schlussquartal die MarktschÀtzungen verfehlt. Er wird vom Unternehmen auf 3,86 bis 3,96 Dollar geschÀtzt, wÀhrend Analysten bislang 4,03 Dollar erwartet hatten. Im Gesamtjahr soll das EPS bei 15,40 bis 15,50 Dollar liegen, nach 15,40 bis 15,60 Dollar zuvor. Analysten hatten 15,52 Dollar erwartet.
Seit Linde Ende Februar 2023 dem deutschen Aktienmarkt den RĂŒcken kehrte und nur noch an der US-Börse Nasdaq notiert ist, hat die Aktie knapp 40 Prozent zugelegt. Im bisherigen Jahresverlauf betrĂ€gt das Plus knapp 12 Prozent.
Einst war Linde das wertvollste Mitglied im deutschen Leitindex gewesen, lieĂ sich in den Jahren nach der Ăbernahme von Praxair 2018 dann aber auch an der ĂŒberwiegend mit Technologiewerten bestĂŒckten US-Börse Nasdaq notieren. Im MĂ€rz dieses Jahres wurde die Aktie in den Auswahlindex Nasdaq 100 aufgenommen.
Den RĂŒckzug vom deutschen und europĂ€ischen Markt - Linde war auch im EuroStoxx 50 EU0009658145 - hatte Vorstandschef Sanjiv Lamba vor allem damit erklĂ€rt, dass die doppelte Börsennotierung in New York und Frankfurt einen negativen Einfluss auf die Aktienbewertung habe. Wichtigster Grund war wohl die Kappungsgrenze fĂŒr das maximale Gewicht jedes einzelnen Unternehmens im Dax gewesen.

