Erdgas: Historisches Überangebot
12.04.2026 - 08:10:37 | boerse-global.deDer US-Erdgasmarkt versinkt im Überangebot. Jüngste Lagerdaten der Energiebehörde EIA übertrafen die Erwartungen deutlich und verschärften die Sorgen über ein chronisch überversorgtes Marktumfeld. Während die heimische Produktion robust bleibt, raubt der milde Frühling den Bullen jegliche Hoffnung auf eine kurzfristige Erholung.
Lagerdaten drücken die Stimmung
Am Freitag schloss der Bloomberg Natural Gas Subindex nahe seinem Tagestief, nachdem die wöchentlichen Speicherdaten für Ernüchterung sorgten. Die EIA meldete für die Woche bis zum 3. April einen Aufbau der Vorräte um 50 Milliarden Kubikfuß (Bcf). Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 46 Bcf gerechnet.
Damit liegen die US-Gasvorräte nun rund 87 Bcf über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt für diese Jahreszeit. Die Henry-Hub-Futures reagierten prompt und fielen auf rund 2,65 US-Dollar pro MMBtu, was einem Intraday-Verlust von etwa 0,82 % entspricht.
Wetter und Produktion als Belastungsfaktoren
Neben den hohen Lagerbeständen drückt vor allem die Wettervorhersage auf die Preise. Bis mindestens zum 24. April werden in wichtigen US-Heizregionen überdurchschnittlich warme Temperaturen erwartet. Dies neutralisiert die typische Restnachfrage der Heizsaison fast vollständig. Gleichzeitig erholte sich die US-Erdgasproduktion leicht auf 107,0 Bcf pro Tag, was das fundamentale Überangebot weiter zementiert.
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Geopolitische Spannungen und Verhandlungen in Islamabad zwischen US-Delegierten und iranischen Vertretern stützten zwar kurzzeitig die europäischen Gaspreise, ließen den US-Markt jedoch weitgehend kalt. Grund dafür sind die US-Exportkapazitäten für Flüssiggas (LNG), die bereits an ihrer Belastungsgrenze arbeiten und somit keinen zusätzlichen Spielraum für einen verstärkten Abfluss des heimischen Überangebots bieten.
Technische Warnsignale
Technisch bleibt die Lage prekär: Der Index notiert aktuell mehr als 40 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 123,69 Punkten. Der Relative Strength Index (RSI) von 42,79 deutet darauf hin, dass der Markt trotz der Schwäche noch nicht im extrem überverkauften Bereich angekommen ist.
Ein Rutsch unter das Freitagstief von 67,45 Punkten könnte den Weg für einen Test des Jahrestiefs bei 63,57 frei machen. Auf der Oberseite hat sich bei 68,82 Punkten ein massiver Widerstand gebildet, an dem Erholungsversuche zuletzt scheiterten.
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Am 16. April veröffentlicht die EIA den nächsten Speicherbericht. Marktteilnehmer erwarten einen weiteren Anstieg der Vorräte, sofern die US-Produzenten ihre Fördermengen nicht drastisch drosseln. Ohne eine signifikante Reduktion der Bohraktivitäten in den großen US-Becken dürfte es schwer werden, den aktuellen Abwärtstrend nachhaltig zu stoppen.
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