WDHVattenfall-Chefin, Windpark-FlÀchen

WDH/ Vattenfall-Chefin: Windpark-FlÀchen in Nordsee begrenzt

18.02.2026 - 07:30:12 | dpa.de

(Es muss Chefin in der Überschrift heißen.)HAMBURG - In Teilen der deutschen Nordsee gibt es nach EinschĂ€tzung von Vattenfall-Chefin Anna Borg ein Platzproblem fĂŒr Windparks.

(Es muss Chefin in der Überschrift heißen.)

HAMBURG (dpa-AFX) - In Teilen der deutschen Nordsee gibt es nach EinschĂ€tzung von Vattenfall-Chefin Anna Borg ein Platzproblem fĂŒr Windparks. "In der deutschen Nordsee sind die FlĂ€chen fĂŒr Offshore begrenzt", sagte die Vorstandschefin des staatlichen schwedischen Energiekonzerns. Das erschwere die Planung von WindparkflĂ€chen und fĂŒhre dazu, dass sich manche Anlagen störten. "Ein Windpark schattet einen anderen ab", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. In der Fachsprache nennt sich das Wake-Effekt.

In Deutschland gibt es eine Debatte darĂŒber, ob WindkraftflĂ€chen in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone attraktiv genug sind, um KĂ€ufer zu finden. Im August 2025 konnte die Bundesnetzagentur zwei FlĂ€chen in der Nordsee nicht versteigern. Im Januar war bekanntgeworden, dass die Bundesregierung eine fĂŒr dieses Jahr geplante Ausschreibung verschieben will.

Vattenfall hat sich gegen FlÀchen entschieden

Vattenfall habe die im vergangenen Jahr ausgeschriebenen FlĂ€chen geprĂŒft - sich aber letztlich aus GrĂŒnden der Wirtschaftlichkeit gegen ein Gebot entschieden, sagte Borg: "FĂŒr uns erschien es nicht attraktiv. HĂ€tte die Bundesregierung Preisrisiken abgesichert, wĂ€re die Bewertung womöglich anders ausgefallen."

Vattenfall, das Deutschland zu einem seiner KernmÀrkte zÀhlt, will an anderen Stellen in der deutschen Nordsee die Windparks Nordlicht 1 und 2 errichten. Die finale Investitionsentscheidung fiel erst im Januar. Der Bau von Nordlicht 1 soll dieses Jahr beginnen, der von Nordlicht 2 voraussichtlich 2027. "Wir bauen die Windparks ohne staatliche Förderung."

Industrieunternehmen werden den Strom abnehmen, wie Borg ankĂŒndigte. Bereits bekannt ist, dass bislang BASF DE000BASF111, Salzgitter und das niederlĂ€ndisch-amerikanische Unternehmen LyondellBasell zu den Kunden zĂ€hlen. BASF und LyondellBasell sind Chemiekonzerne, Salzgitter ist ein Stahlproduzent.

Deutsche Windparks im Ausland? Borg ist zurĂŒckhaltend

Eine Analyse des Fraunhofer-Institut Iwes hatte ergeben, dass der Bau von deutschen Windparks in europĂ€ischen NachbarlĂ€ndern die Energiewende vergĂŒnstigen kann. Nach EinschĂ€tzung des Bundesverbands Windenergie Offshore könnten Kosten in Milliardenhöhe eingespart werden.

Eine Lösung des Platzproblems, indem Windparks allein fĂŒr den deutschen Markt in dĂ€nischen und schwedischen Meereszonen errichtet werden, wĂ€re zu prĂŒfen, sagte Borg. "Gleichzeitig haben wir bereits ein integriertes europĂ€isches Energiesystem, in dem Strom zwischen Deutschland und anderen MĂ€rkten transportiert werde." Das werde auch in Zukunft so sein.

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