Ethereum, Schwab

Ethereum: Schwab öffnet die Schleusen

21.04.2026 - 23:15:48 | boerse-global.de

Der US-Broker Schwab eröffnet Privatkunden den direkten Zugang zu Ethereum, während institutionelle ETFs starke Zuflüsse verzeichnen und die regulatorische Klarheit wächst.

Ethereum: Schwab öffnet die Schleusen - Foto: über boerse-global.de
Ethereum: Schwab öffnet die Schleusen - Foto: über boerse-global.de

Zwei Entwicklungen innerhalb weniger Tage haben das Bild für Ethereum deutlich verändert. Seit dem 17. April können Privatkunden bei Schwab – einer der größten Broker-Plattformen der USA – erstmals direkt ETH erwerben. Bislang blieb dieser Weg ihnen verwehrt; der Kauf war nur über separate Krypto-Börsen möglich.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Parallel dazu verzeichneten US-amerikanische Spot-ETFs auf Ethereum an einem einzigen Handelstag Nettozuflüsse von 127,4 Millionen Dollar. Angeführt wurde die Bewegung von Fidelitys FETH mit 84,1 Millionen Dollar, gefolgt von BlackRocks ETHA mit 30,8 Millionen Dollar. Das war der vorläufige Höhepunkt einer sechstägigen Zuflussserie, die insgesamt fast 300 Millionen Dollar in diese Fonds leitete.

Institutionelle Rückendeckung wächst

Der Rückenwind kommt nicht nur aus den ETF-Daten. Eine aktuelle Umfrage von Nomura und Laser Digital zeigt, dass 65 Prozent der institutionellen Investoren Kryptowährungen inzwischen als festen Bestandteil ihrer Portfolios betrachten. Hinzu kommt ein regulatorischer Rahmen, den SEC und CFTC gemeinsam erarbeitet haben: Große Token wie ETH gelten nun offiziell als digitale Rohstoffe – womit jahrelange Rechtsunsicherheit beseitigt ist.

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Die On-Chain-Aktivität auf dem Ethereum-Netzwerk legte in der vergangenen Woche um 41 Prozent zu. ETH handelt aktuell bei rund 2.308 Dollar, was einem Wochenplus von gut vier Prozent entspricht. Technisch nähert sich der 50-Tage-Durchschnitt einem bullischen Schnitt mit dem 100-Tage-Pendant – Analysten nennen als nächstes Kursziel die Marke von 2.600 Dollar, sofern ein stabiler Ausbruch über 2.400 Dollar gelingt. Das Allzeithoch vom Oktober 2025 lag bei 4.891 Dollar; der Abstand dorthin beträgt noch rund 54 Prozent.

Neue Käuferbasis, neue Dynamik

Was sich gerade verschiebt, ist die Struktur der Nachfrageseite. Schwab verwaltet Billionen an Kundenvermögen. Der Direktzugang zu ETH über eine vertraute Broker-Oberfläche erschließt eine Käufergruppe, die den Umweg über spezialisierte Krypto-Plattformen bislang gescheut hat. Kombiniert mit dem institutionellen ETF-Kanal entsteht so eine breiteren Nachfragebasis als zu jedem früheren Zeitpunkt in der Geschichte des Tokens.

Ob das ausreicht, um den Widerstand bei 2.400 Dollar nachhaltig zu überwinden, wird sich in den kommenden Handelstagen zeigen. Der nächste relevante Unterstützungsbereich liegt bei 2.200 Dollar.

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