Manipulationen, Musk

Manipulationen fĂŒr Musk? Abgeordnete fordern PrĂŒfung von X

24.11.2024 - 15:30:53 | dpa.de

Europaabgeordnete fordern von der EU-Kommission eine Untersuchung zur Sichtbarkeit von BeitrÀgen auf der Plattform X.

Konkret geht es um die Frage, ob Plattform-EigentĂŒmer Elon Musk seinen eigenen BeitrĂ€gen EU-rechtswidrig zu grĂ¶ĂŸerer Reichweite verhilft. Hintergrund der Anfrage ist eine Studie der australischen UniversitĂ€t Queensland, in der die Sichtbarkeit von Musks Posts ĂŒber die vergangenen Monate hinweg untersucht wurde.

Die Studienergebnisse legen nahe, dass sich der Algorithmus zuletzt zugunsten von Musks eigenen BeitrĂ€gen geĂ€ndert hat. Dieser umfasst die Rechenoperationen, die dafĂŒr entscheidend sind, wo und wie ein Beitrag auf der Plattform angezeigt wird.

Seit Musk im Juli seine UnterstĂŒtzung fĂŒr den republikanischen US-PrĂ€sidentschaftskandidaten Donald Trump verkĂŒndet habe, seien die Aufrufe seiner BeitrĂ€ge massiv gestiegen, berichten die Forscher. Zwar seien auch die Posts anderer prominenter politischer Accounts wĂ€hrend des Wahlkampfes hĂ€ufiger gesehen worden, die Aufrufzahlen fĂŒr Musks BeitrĂ€ge seien aber deutlich stĂ€rker gestiegen. Die Ergebnisse wiesen darauf hin, dass auf der Plattform spezifische Sichtbarkeitsvorteile selektiv angewandt worden sein könnten, schreiben die Autoren in der Studie, die bislang nicht unabhĂ€ngig begutachtet wurde.

Abgeordnete befĂŒrchten Auswirkungen auf öffentliche Sicherheit

In der schriftlichen Anfrage der Europaabgeordneten an die EU-Kommission heißt es: "Der Anstieg der Aufrufe betrifft auch Musks BeitrĂ€ge zu EU- und mitgliedsstaatlichen Themen auf X, wie etwa kremlfreundliche Propaganda zum Krieg in der Ukraine und antisemitische Verschwörungstheorien". Die algorithmische Verschiebung scheine eindeutige Auswirkungen auf den zivilgesellschaftlichen Diskurs und die Wahlprozesse sowie die öffentliche Sicherheit in der EU zu haben. Dieses Risiko solle die EU-Kommission nach dem Digitalgesetz DSA (Digital Services Act) untersuchen und bewerten. Eine Antwort der Kommission stand zunĂ€chst noch aus.

Die Anfrage aus dem EU-Parlament wurde von 42 Abgeordneten unterzeichnet. Sie kommen aus den Reihen der GrĂŒnen, der Sozialdemokraten, der Linken, der Liberalen sowie der Mitte-Rechts-Fraktion EVP.

Die unter dem Namen Twitter bekanntgewordene Plattform X steht immer wieder in der Diskussion, seit sie von Tech-MilliardÀr Musk gekauft wurde. Musk hatte den Kurs von Twitter bei der Umsetzung von Regeln gegen Hassrede und Gewaltaufrufe als zu restriktiv kritisiert. Als Folge wurden viele gesperrte Accounts aus dem rechten politischen Spektrum wieder freigeschaltet.

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