Aktien, Europa

Aktien Europa: Schwache Finanzwerte ziehen Markt nach unten

17.10.2025 - 11:58:29 | dpa.de

Europas AktienmÀrkte haben am Freitag deutlich nachgegeben.

KrĂ€ftige Verluste im Finanzsektor belasteten den Markt. Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am spĂ€ten Vormittag 1,32 Prozent auf 5.577,53 Punkte. Außerhalb des Euroraums sank der Schweizer SMI CH0009980894 um 1,41 Prozent auf 12.522,85 Punkte und der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um 1,49 Prozent auf 9.295,18 Punkte nach.

Vor dem Wochenende zogen eine ganze Reihe von Faktoren die Kurse nach unten. "Zum einen fliegen die Investoren seit dem US-Shutdown im Blindflug, da die offiziellen Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten nicht mehr publiziert werden", so Marktexperte Andreas Lipkow. "Des Weiteren ist der Handelsstreit zwischen den USA und China wieder zu einem akuten Thema geworden." Hinzu kÀmen die Probleme kleinerer US-Banken. Dies wecke "böse Erinnerungen an das Jahr 2023, als die Silicon Valley Bank geschlossen wurde".

Banken, Versicherer und Finanzdienstleister gehörten am Freitag vor diesem Hintergrund zu den grĂ¶ĂŸten Verlierern. Schwergewichte wie BNP Paribas FR0000131104 oder UBS CH0244767585 fielen um ĂŒber drei Prozent. Die Kursverluste folgten auf die Mitteilungen zweier US-Regionalbanken, wonach diese möglicherweise Opfer von Kreditbetrug in Zusammenhang mit notleidenden Immobilienfonds geworden sind. Das ließ bei Anlegern Sorgen ĂŒber möglicherweise zu laxe Kreditstandards kleinerer US-Banken aufkommen.

Ausnahme waren die Aktien der spanischen BBVA ES0113211835. Diese legten um fĂŒnf Prozent zu, nachdem die Übernahme der heimischen Konkurrentin Banco Sabadell ES0113860A34 gescheitert war. Letztere kamen dagegen unter Druck.

Zuflucht suchten Anleger bei defensiven Werten. Der schon am Vortag starke Nahrungs- und Genussmittelsektor hielt sich im Plus, auch Versorger und Telekomaktien tendierten besser als der Gesamtmarkt.

Die ebenfalls defensiven Pharmaaktien litten dagegen unter den Abgaben von Novo Nordisk DK0062498333. Die Aktien des Herstellers von PrĂ€paraten zur Gewichtsreduktion reagierten mit einem Abschlag von 6,4 Prozent auf Aussagen von US-PrĂ€sident Donald Trump. Er hatte gesagt, der Preis fĂŒr eine Monatsration des Abnehmmittels "Ozempic" von Novo Nordisk dĂŒrfte auf 150 Dollar fallen. Derzeit liegt der Preis in den USA bei rund 1.000 Dollar.

Im Fahrzeugsektor standen Aktien von Volvo SE0000115446 unter Druck und verloren 7,7 Prozent. Der schwedische Lkw-Bauer hatte im dritten Quartal wegen der US-Zölle einen UmsatzrĂŒckgang hinnehmen mĂŒssen und deutlich weniger verdient. Das Management rechnet zudem damit, dass die Unsicherheit wegen der Zollpolitik der US-Regierung die Nachfrage in Nordamerika auch im kommenden Jahr belasten wird.

Es gab aber auch positive Nachrichten. Der Brillenkonzern EssilorLuxottica FR0000121667 hatte im dritten Quartal mehr erlöst als gedacht. Der Konzern mit Brillenmarken wie Burberry, Oakley und Ray-Ban punktete in allen Regionen bis auf Lateinamerika. Auch das GeschÀft mit Smartbrillen wuchs weiter rasant. An der Börse kam dies sehr gut an. Die Aktie sprang um 11,8 Prozent auf einen neuen Höchststand.

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