Europa Schluss: EuroStoxx klettert auf höchsten Stand seit Mai
09.07.2025 - 18:44:27Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 EU0009658145, ist nun wieder zurĂŒck auf dem höchsten Stand seit Mai. Sein Rekordhoch von Anfang MĂ€rz bei etwas unter 5.570 Punkten rĂŒckt damit ebenfalls wieder in greifbare NĂ€he. Der deutsche Leitindex Dax erreichte sogar eine Bestmarke.
Marktexperten sehen derweil den zunehmenden Gleichmut der Anleger ĂŒber die DrohgebĂ€rden aus Washington mit Skepsis. Die Experten von Index-Radar sehen darin "ein Spiel mit dem Feuer". Je weiter die Kurse jetzt stiegen, "desto gröĂer das Risiko", warnen sie.
Der EuroStoxx beendete den Tag 1,37 Prozent höher auf 5.445,65 Punkten. AuĂerhalb des Euroraums ging es nicht ganz so stark nach oben. Der Schweizer SMI CH0009980894 gewann 0,30 Prozent auf 12.006,86 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 legte um 0,15 Prozent auf 8.867,02 Punkte zu.
Die Mehrzahl der Branchen in Europa legte zu, wobei Bankwerte besonders bevorzugt wurden. Der Stoxx Europe 600 Banks EU0009658806 ist zurĂŒck auf dem höchsten Stand seit 2008. Dazu trugen nicht zuletzt Neuigkeiten von Unicredit IT0005239360 bei.
Die italienische GroĂbank meldete, die direkte Aktienbeteiligung an der Commerzbank DE000CBK1001 und damit ihre Stimmrechte von knapp unter 10 auf nun rund 20 Prozent verdoppelt zu haben. Sie ist nun der gröĂte AktionĂ€r von Commerzbank. Unicredit sprangen um 4,6 Prozent nach oben und setzten ihren Höhenflug seit dem Mehrjahreshoch am Vortag fort.
Im EuroStoxx waren sie an diesem Tag dennoch nur der prozentual zweitstĂ€rkste Wert. Noch deutlicher legten die Anteile von EssilorLuxottica FR0000121667 mit plus 5,6 Prozent zu. Die Facebook- und Instamutter Meta US30303M1027 sei bei dem französischen Brillenkonzern eingestiegen und habe einen Anteil von knapp drei Prozent fĂŒr etwa drei Milliarden Euro erworben, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag nach Börsenschluss in Paris unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet.
Laut der Investmentbank Jefferies kommt ein solcher Schritt nicht unerwartet und vertiefe die Partnerschaft der beiden Unternehmen im Bereich KI-gestĂŒtzter "Smartglasses". Diese Brillen sind tragbare Computer und fĂŒgen Informationen auf dem Sichtfeld der GlĂ€ser hinzu. Jefferies sieht in ihnen "den nĂ€chsten groĂen Trend" in diesem Bereich.
WPP JE00B8KF9B49 sackten dagegen in London nach einer Gewinnwarnung um knapp 19 Prozent auf den tiefsten Stand seit 2009 ab. Mit dem enttÀuschendem Ausblick auf das Gesamtjahr scheine sich die schwache Entwicklung des Werbekonzerns in der ersten JahreshÀlfte fortzusetzen, hieà es von der britischen Investmentgesellschaft Hargreaves Lansdown. Die Papiere des Wettbewerbers Publicis FR0000130577 gerieten mit in den Sog und gaben in Paris um 1,8 Prozent nach.
Die Aktien des Billigfluganbieters Jet2 GB00B1722W11 gerieten mit minus 9,9 Prozent unter Druck. Die Zahlen fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024/25 waren zwar wie erwartet ausgefallen, aber dass ein Ausblick auf das neue Jahr ausblieb, kam nicht gut an.

