EZB-Direktorin Schnabel signalisiert Talsohle bei Leitzinsen
08.12.2025 - 09:19:45 | dpa.de"Sowohl die MÀrkte als auch die Umfrageteilnehmer erwarten, dass der nÀchste Zinsschritt eine Anhebung sein wird, wenn auch nicht in naher Zukunft", sagte das Direktoriumsmitglied der EuropÀischen Zentralbank (EZB) in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Mit diesen Erwartungen sei sie "durchaus einverstanden".
Bei der nĂ€chsten Zinsentscheidung der EZB am 18. Dezember wird am Markt ĂŒberwiegend keine Ănderung der Leitzinsen erwartet. Zuletzt hatte die Notenbank die Zinsen im Juni gesenkt. Seitdem liegt der maĂgebliche Einlagensatz bei 2,0 Prozent.
Die Notenbankerin Schnabel wird zu den geldpolitischen Falken innerhalb der EZB gezĂ€hlt, sie macht sich also eher fĂŒr eine straffere Geldpolitik stark. In dem Interview mit Bloomberg schĂ€tzte sie die Aussichten fĂŒr die Wirtschaft und die Inflation im gemeinsamen WĂ€hrungsraum ĂŒberwiegend positiv ein. Sie deutete an, dass neue Wachstumsprognosen auf der Zinssitzung am 18. Dezember nach oben korrigiert werden könnten.
Die EZB-Direktorin erklĂ€rte sich in dem Interview zudem bereit, die PrĂ€sidentschaft der Notenbank zu ĂŒbernehmen, wenn die Amtszeit von Christine Lagarde in etwa zwei Jahren enden wird. Auf die Frage, ob es an der Zeit sei, dass jemand Deutsches die EZB leite und ob sie dafĂŒr geeignet sei, sagte Schnabel: "Wenn ich gefragt wĂŒrde, stĂŒnde ich bereit."
Zu den aussichtsreichsten Kandidaten fĂŒr die Nachfolge von Lagarde an der Spitze der EZB zĂ€hlen unter anderem der ehemalige niederlĂ€ndische Zentralbankchef Klaas Knot, der Spanier Pablo HernĂĄndez de Cos und BundesbankprĂ€sident Joachim Nagel.
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