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Fair Isaac Aktie: 1.500-Prozent-Vorwurf

10.04.2026 - 16:29:05 | boerse-global.de

Der US-Kreditscoring-Anbieter Fair Isaac sieht sich mit Vorwürfen einer über 1.500-prozentigen Preiserhöhung konfrontiert, was zu einem starken Kursverfall der Aktie führte.

Fair Isaac Aktie: 1.500-Prozent-Vorwurf - Foto: über boerse-global.de

Der US-Kredit-Scoring-Spezialist Fair Isaac (FICO) steht im Kreuzfeuer der Kritik. Die Community Home Lenders of America (CHLA) werfen dem Konzern eine aggressive Preisgestaltung vor, die die Kosten für Immobilienkredite massiv in die Höhe treibt. Diese Vorwürfe treffen das Unternehmen in einer Phase, in der die Marktmacht von FICO ohnehin unter Beobachtung steht.

Preisexplosion bei Kredit-Scores

Die CHLA berichtet von einer massiven Teuerung bei den sogenannten „Tri-Merge“-Kreditscores. Kostete ein solcher Score Ende 2022 noch 1,80 US-Dollar, werden heute 30 US-Dollar fällig — ein Anstieg von 1.567 Prozent. FICO weist die Kritik zurück und betont, dass man die Scores an Auskunfteien und Reseller verkauft, die ihre eigenen Aufschläge festlegen. Man habe keinen direkten Einfluss auf den Endpreis für die Kreditgeber.

Die Branchenverbände sehen in dieser Entwicklung ein Zeichen für eine gefährliche Monopolstellung. Eine Umfrage unter CHLA-Mitgliedern ergab, dass die durchschnittliche Gebühr für das Abrufen eines FICO-Scores mittlerweile bei 540 US-Dollar liegt, während sie 2022 noch im Bereich von 50 bis 100 US-Dollar rangierte. Trotz der Debatte lieferte das Scoring-Segment zuletzt starke Zahlen und trieb den Konzernumsatz im ersten Quartal 2026 um 16 Prozent auf 512 Millionen US-Dollar nach oben.

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Aktie auf Jahrestief

An der Börse sorgten die Nachrichten am Freitag für einen Ausverkauf. Die Aktie verlor über 12 Prozent an Wert und fiel auf ein neues 52-Wochen-Tief von 799 Euro. Damit hat sich das Papier seit Jahresbeginn um rund 43 Prozent verbilligt und gilt mit einem RSI von unter 25 als technisch massiv überverkauft.

Klarheit über die weiteren Auswirkungen des Preisstreits dürften die Quartalszahlen Anfang Mai 2026 bringen. Investoren werden genau beobachten, ob der regulatorische Druck die Margen im Scoring-Geschäft belastet oder ob das angekündigte Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,5 Milliarden US-Dollar den Abwärtstrend stoppen kann. Das Management plant, die Jahresprognose im Rahmen der nächsten Bilanzvorlage am 5. oder 6. Mai erneut zu bewerten.

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