Ferrexpo Aktie: Schwierige Wende
14.03.2026 - 05:33:14 | boerse-global.dePoltava Mining, die wichtigste Tochtergesellschaft von Ferrexpo, hat am 9. MĂ€rz die Produktion von Eisenerzpellets wieder aufgenommen. Damit endet eine Zwangspause, die seit Januar andauerte. Der operative Lichtblick trifft jedoch auf ein Dickicht aus regulatorischen Blockaden und einer massiv unter Druck stehenden nationalen Exportlage.
Blockierte Milliarden belasten Bilanz
Eine parlamentarische Arbeitsgruppe in der Ukraine analysierte am 13. MĂ€rz die tiefgreifenden Probleme des Unternehmens. Im Zentrum stehen blockierte MehrwertsteuerrĂŒckerstattungen in Höhe von ĂŒber 3 Milliarden UAH. Diese Gelder sind aufgrund von Sanktionen gegen den MehrheitseigentĂŒmer Kostyantyn Zhevago eingefroren. ZusĂ€tzlich belasten ungelöste Devisenfragen das Budget: Laut Nationalbank der Ukraine stehen noch ĂŒber 500 Millionen US-Dollar an Exporterlösen aus, die bisher nicht zurĂŒckgefĂŒhrt wurden.
Diese finanziellen EngpĂ€sse schrĂ€nken den Spielraum des Konzerns erheblich ein, wĂ€hrend die Kosten fĂŒr den laufenden Betrieb steigen. Neben den fiskalischen HĂŒrden kĂ€mpft die Schwerindustrie in der Region mit hohen und schwankenden Strompreisen, die die Kalkulation erschweren.
Energieversorgung als Risikofaktor
Die StabilitĂ€t des ukrainischen Stromnetzes bleibt der entscheidende Faktor fĂŒr die kommenden Monate. Aktuell weist das System ein Defizit von etwa 1 GW auf, wobei rund 12 Prozent des tĂ€glichen Verbrauchs durch Importe gedeckt werden mĂŒssen. Reichen die RegierungsplĂ€ne aus, bis Ende Mai weitere 2 GW an ErzeugungskapazitĂ€t wiederherzustellen, um die energieintensive Pellet-Produktion dauerhaft zu sichern? Die Antwort darauf wird maĂgeblich bestimmen, ob Poltava Mining die Produktion ohne erneute Unterbrechungen fortsetzen kann.
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Einbruch der nationalen Exporte
Das Marktumfeld fĂŒr ukrainisches Eisenerz bleibt unterdessen extrem angespannt. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 brachen die nationalen Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 40,9 Prozent auf insgesamt 3,31 Millionen Tonnen ein. Dieser Trend verschĂ€rft die Lage nach einem bereits schwachen Vorjahr 2025, in dem die Ausfuhren um 8 Prozent sanken.
WÀhrend die physische Produktion wieder angelaufen ist, hÀngt die langfristige StabilitÀt von Ferrexpo nun an der Lösung der administrativen und fiskalischen Blockaden. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die parlamentarische Vermittlung ausreicht, um den finanziellen Handlungsspielraum des Konzerns in diesem schwierigen industriellen Umfeld wiederherzustellen.
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