Framework, Next

Framework kündigt Next Gen-Event und attackiert Cloud-Trend

10.04.2026 - 17:09:34 | boerse-global.de

Framework kündigt neue modulare Hardware an und warnt vor einem Ende des persönlichen Computerbesitzes zugunsten von Mietmodellen und Cloud-Abhängigkeit.

Framework kündigt "Next Gen"-Event und attackiert Cloud-Trend - Foto: über boerse-global.de

Das Tech-Unternehmen Framework lädt für den 21. April zu einer großen Produktvorstellung – und stellt gleichzeitig die aktuelle Entwicklung der Computerbranche fundamental in Frage. In einem heute veröffentlichten Manifest warnt Gründer Nirav Patel vor dem Ende des persönlichen Computings, wie wir es kennen.

Ein Manifest gegen die "Gemietete Zukunft"

Die Industrie steuere auf ein Modell zu, bei dem Nutzer Geräte nicht mehr besitzen, sondern mieten, so Patel in seiner heute verbreiteten Stellungnahme. Computer würden so von Werkzeugen persönlicher Autonomie zu abrechenbaren Dienstleistungen. Hintergrund sei der massive Ressourcen-Hunger der Künstlichen Intelligenz und Cloud-Infrastrukturen. Chips und Energie würden zunehmend in Rechenzentren gebunden, was den Besitz leistungsfähiger Hardware für normale Nutzer verteuere und erschwere.

Anzeige

Wer die volle Kontrolle über seine Hardware behalten möchte, braucht ein passendes Betriebssystem, das Unabhängigkeit garantiert. Dieses kostenlose Linux-Startpaket zeigt Ihnen, wie Sie Ubuntu ohne Risiko parallel zu Windows installieren und nutzen. 5 sofort umsetzbare Schritte für den Linux-Umstieg entdecken

„Wir werden weiterhin für eine Zukunft kämpfen, in der Individuen ihre eigenen Mittel zur Datenverarbeitung kontrollieren“, verspricht der Framework-Gründer. Das Event am 21. April in San Francisco (19:30 Uhr MESZ) soll neue modulare Hardware und Software-Updates vor allem für das Linux-Ökosystem präsentieren. Analysten erwarten Updates der Laptop-Serien oder eine Erweiterung der kürzlich eingeführten Desktop-Kategorien, um trotz globaler Lieferketten-Probleme erschwinglich zu bleiben.

DeepComputing startet Vorverkauf für RISC-V-Mainboard

Bereits vor dem Hauptevent geht ein Framework-Partner in die Offensive. DeepComputing hat am 6. April das Early-Access-Programm für sein DC-ROMA RISC-V Mainboard III geöffnet. Die Platine ist als direkter Ersatz für das Framework Laptop 13 konzipiert und richtet sich an Entwickler, die mit der Open-Source-Architektur experimentieren wollen.

Angetrieben wird das Board vom SpacemiT K3 System-on-Chip mit 16 Kernen, darunter spezielle Einheiten für KI-Aufgaben. Bemerkenswert: Es erfüllt die neuen Mindestanforderungen für kommende Versionen großer Linux-Distributionen. Interessenten konnten diese Woche eine reservierung für etwa 100 Euro hinterlegen. Der Endpreis wird stark von den aktuell extrem volatilen Speicherkosten beeinflusst. Die Auslieferung soll im Mai beginnen.

Linux-Fokus und Transparenz in der Krise

Das April-Event wird voraussichtlich auch neue Linux-Installationsoptionen vorstellen. Bisher müssen Nutzer der DIY-Editionen ihr Betriebssystem oft selbst installieren. Framework pflegt enge Beziehungen zu Fedora- und Ubuntu-Entwicklern; Fedora 43 läuft bereits breit unterstützt auf aktuellen Ryzen-Modellen.

Anzeige

Moderne Hardware profitiert enorm von einem schlanken Betriebssystem, das keine teuren Lizenzkosten verursacht. Erfahren Sie im kostenlosen PDF-Report von Linux-Experte Kaner Etem, wie Sie Ubuntu ganz einfach per USB-Stick testen, ohne Ihr bestehendes System zu verändern. Kostenlosen Ratgeber zum Linux-Testen herunterladen

Dieser Software-Fokus wird finanziell untermauert: Das Unternehmen erhöhte seine Sponsoring-Gelder für Open-Source-Organisationen auf über 260.000 Euro. Zugleich liefert Framework ungewöhnlich transparente Einblicke in den angespannten Halbleitermarkt. In einem Bericht vom März heißt es, dass sich Speicherpreiserhöhungen leicht stabilisiert hätten, während Speicherkosten weiter steigen. Diese Transparenz soll der Community helfen, Preisschwankungen einzuordnen, die Framework bereits im Januar zu Preiserhöhungen bei Desktops und Mainboards zwangen.

Marktkrise als Chance für das Modul-Konzept

Framework agiert in einem schwierigen Umfeld. Der gesamte PC-Markt steht vor einem prognostizierten Absatzrückgang von über 10 Prozent in diesem Jahr. Vor diesem Hintergrund setzt das Unternehmen weiter auf Langlebigkeit durch Modularität.

Im Frühjahr erhielten internationale Kunden ein Update des Framework Laptop 16 mit Unterstützung für RTX-50-Grafikmodule und Ryzen-AI-300-Prozessoren. Die Philosophie: Hochleistungskomponenten wie GPUs und Displays sollen austauschbar bleiben, ohne das gesamte Gehäuse ersetzen zu müssen. Ergänzt wird die Palette durch das Framework Laptop 12, ein Convertible mit Stylus-Unterstützung, das ein breiteres Publikum ansprechen soll.

Kann Framework seinen Kurs in einer von Cloud und KI dominierten Ära halten? Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Mission des „Besitzens statt Mietens“ genug Anhänger findet. Die Auslieferung der RISC-V-Boards im Mai und die neuen „Next Gen“-Produkte werden erste Antworten liefern.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis   Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 69118925 |