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AKTIEN IM FOKUS 2: Zolldeal hilft Autowerten nur kurz - 'America First' belastet

28.07.2025 - 12:40:56

FRANKFURT - Das Zollabkommen zwischen der EuropÀischen Union und den USA hat die Anleger im Autosektor EU0009658681 am Montag nur kurz aufatmen lassen.

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Zollabkommen zwischen der EuropÀischen Union und den USA hat die Anleger im Autosektor EU0009658681 am Montag nur kurz aufatmen lassen. Nach anfÀnglichen Gewinnen drehten die Aktien von BMW DE0005190003, Mercedes-Benz DE0007100000, Porsche AG DE000PAG9113, Porsche SE DE000PAH0038 und Volkswagen DE0007664039 allesamt ins Minus. Zuletzt fielen BMW mit minus 1,8 Prozent an das Dax-Ende DE0008469008. Der deutsche Leitindex legte moderat zu.

Deutsche Automobilhersteller sind von Zöllen besonders stark betroffen. Durch die Einigung sind die GeschĂ€fte nun zwar wieder etwas planbarer geworden und die Unsicherheit ist weg. Die USA und die EU hatten sich auf einen Basiszoll von 15 Prozent auf die meisten europĂ€ischen Einfuhren in die USA geeinigt. Das gilt auch fĂŒr Autos. Gleichwohl wird das Abkommen kritisch hinterfragt.

"Die erkaufte Deeskalation im Handelskonflikt zwischen Europa und den USA lastet stark auf den Aktien der deutschen Autowerte", schrieb Marktexperte Andreas Lipkow. Insbesondere die starke Einseitigkeit des Deals lasse den Charakter der getroffenen Vereinbarungen in einem anderen Licht erscheinen.

Schließlich sollen Autos aus den USA als Teil des Abkommens kĂŒnftig zollfrei in die EuropĂ€ische Union importiert werden können. Das bestĂ€tigte eine EU-Beamtin in BrĂŒssel.

Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets ergĂ€nzte, der Deal trage die Handschrift von Trumps "America First"-Politik. Etwas versöhnlicher lautet das Fazit von Analystin Valentin Jansen von der Landesbank NordLB: "Immerhin sendet das Abkommen neben ein bisschen mehr Sicherheit ein wichtiges Signal fĂŒr die Automobilbranche, die damit nicht weiter gegenĂŒber Japan zurĂŒckfĂ€llt."

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