ROUNDUP, Streik

Streik bei Lufthansa lĂ€uft - Viele FlĂŒge gestrichen

12.02.2026 - 13:32:59

FRANKFURT - Die Crewstreiks bei der Lufthansa DE0008232125 sind nach EinschÀtzung der aufrufenden Gewerkschaft angelaufen.

(neu: Lufthansa: 800 FlĂŒge gestrichen)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Crewstreiks bei der Lufthansa DE0008232125 sind nach EinschĂ€tzung der aufrufenden Gewerkschaft angelaufen. "Der Streik lĂ€uft, wie wir es erwartet haben", sagte Ufo-Tarifexperte Harry Jaeger am Frankfurter Flughafen. Am grĂ¶ĂŸten deutschen Drehkreuz waren heute hunderte Starts und Landungen der Lufthansa gestrichen. Einzelne FlĂŒge gingen an Ziele in Europa und Übersee. An den Umbuchungsschaltern der Lufthansa bildeten sich lĂ€ngere Schlangen.

Bei den bestreikten Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline wurden rund 800 FlĂŒge abgesagt, wie das Unternehmen am Mittag berichtete. Bei den nicht bestreikten Flugbetrieben Eurowings, Discover und Lufthansa City Airlines hĂ€tten hingegen rund 400 FlĂŒge stattgefunden. Man hoffe, ab Freitag weitestgehend wieder den normalen Flugplan anbieten zu können.

Nach Angaben des Flughafenbetreibers wurden allein in Frankfurt 450 von 1.117 geplanten FlĂŒgen abgesagt. Die Zahlen beziehen sich auf sĂ€mtliche Airlines, die große Masse der AusfĂ€lle ist aber der Lufthansa zuzurechnen. In MĂŒnchen wurden von 920 geplanten FlĂŒgen 275 gestrichen. Auch an anderen FlughĂ€fen kam es zu AusfĂ€llen.

In Frankfurt war es insbesondere im Terminalbereich A deutlich leerer als sonst. Dieser Abschnitt wird ausschließlich von Lufthansa genutzt. Weil alle ĂŒbrigen Airlines aber nicht bestreikt werden, herrschte in den anderen Abschnitten reger Publikumsverkehr.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit geht nach ersten RĂŒckmeldungen von einer hohen Arbeitskampfbereitschaft ihrer Mitglieder aus. "Wir sehen in Frankfurt eine sehr gute Beteiligung", sagte VC-PrĂ€sident Andreas Pinheiro am Flughafen. Er sagte weiterhin: "Was wir brauchen, ist ein neues Angebot. Die Lufthansa hat sich nicht gemeldet."

Der Gewerkschafter schloss weitere Streiks fĂŒr höhere Betriebsrenten nicht aus. "Als Gewerkschaft haben wir nicht viele Mittel außer dem Arbeitskampf. Wenn es kein Angebot gibt, dreht sich die Eskalationsspirale immer weiter."

@ dpa.de

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