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AKTIE IM FOKUS 2: Volkswagen trotz Gewinneinbruch an Dax-Spitze

30.10.2024 - 12:31:36 | dpa.de

FRANKFURT - Die Vorzugsaktie von Volkswagen DE0007664039 hat nach den Zahlen zum dritten Quartal ihre SchwĂ€che zum Handelsauftakt am Mittwoch abgeschĂŒttelt.

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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Vorzugsaktie von Volkswagen DE0007664039 hat nach den Zahlen zum dritten Quartal ihre SchwĂ€che zum Handelsauftakt am Mittwoch abgeschĂŒttelt. Zeitweise setzte sie sich mit rund zwei Prozent Plus an die Dax-Spitze DE0008469008. Doch da lauerte bereits ein fĂŒr HĂ€ndler wichtiger Widerstand in Form der 21-Tage-Durchschnittslinie, welche den kurzfristigen Trend der Aktie signalisiert und das Papier ausbremste. Bei 93 Euro und dann 97 Euro befinden sich zudem schon die nĂ€chsten HĂŒrden, die mittelfristigen Trendlinien.

Gegen Mittag ging es noch um 0,8 Prozent auf 89,60 Euro nach oben, wĂ€hrend der deutsche Leitindex um 0,7 Prozent nachgab. Am Morgen allerdings war der Anteilsschein von VW noch bis auf 87,50 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit dem Corona-Crash im FrĂŒhjahr 2020 gefallen. Aktuell steht im Jahresverlauf ein Verlust von knapp 20 Prozent zu Buche, womit die Aktie zu den am schlechtesten gelaufenen zehn Titeln aller 40 Dax-Werte zĂ€hlt.

Daniel Schwarz, Analyst bei der Investmentbank Stifel, sprach nach der Gewinnwarnung des Autobauers Ende September nun von einem "besser als befĂŒrchtet ausgefallenen dritten Quartal" sowie von soliden bereinigten Zahlen der Tochter Audi. So habe das operative Ergebnis der Konzerngruppe der durchschnittlichen AnalystenschĂ€tzung entsprochen und ĂŒber seiner eigenen SchĂ€tzung gelegen. Außerdem habe der freie Cashflow die Markterwartung deutlich ĂŒbertroffen, wenngleich dies vor allem auf VerĂ€nderungen bei den Betriebsmitteln zurĂŒckzufĂŒhren sei.

Das dritte Quartal habe den Restrukturierungsbedarf des Autokonzerns klar verdeutlicht, kommentierte Jefferies-Analyst Philippe Houchois. Die vorgelegten Zahlen schienen konsistent mit den im September gesenkten und nun bestÀtigten Jahreszielen zu sein, schrieb er.

Ende September hatte der kriselnde Konzern erneut seine Erwartungen an das laufende GeschĂ€ftsjahr eingedampft. Statt eines Anstiegs der Auslieferungen stellte das Management einen RĂŒckgang auf nur noch rund 9 Millionen in Aussicht (VJ 9,2 Mio). Der zuvor angepeilte Umsatzanstieg um bis zu 5 Prozent war damit ebenfalls hinfĂ€llig und ebenso der ProfitabilitĂ€tsausblick. Das operative Ergebnis des Gesamtjahrs 2024 wurde von Konzernchef Oliver Blume auf 18 Milliarden Euro taxiert, was eine Ergebnismarge von rund 5,6 Prozent bedeuten wĂŒrde.

JPMorgan-Experte Jose Asumendi lobte einen starken Mittelzufluss in einem "Quartal, das durch Restrukturierungsbelastungen gekennzeichnet war". Er hob zudem hervor, dass der gesamte Auftragseingang in Westeuropa in den vergangenen neun Monaten um 9 Prozent zulegen konnte, wobei neue Modelle im zu Ende gegangen dritten Quartal 27 Prozent mehr AuftrÀge erhalten hÀtten als ein Jahr zuvor./ck/men/jha/

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