AKTIEN, FOKUS

AKTIEN IM FOKUS 2: Ausblick schickt Sartorius und Stedim tiefer auf Talfahrt

03.02.2026 - 12:45:55 | dpa.de

FRANKFURT - EnttÀuschende Jahresziele von Sartorius DE0007165631 haben das Papier des Labor- und Pharmazulieferers am Dienstag belastet.

(neu: Kurs, Experten und Details)

FRANKFURT (dpa-AFX) - EnttĂ€uschende Jahresziele von Sartorius DE0007165631 haben das Papier des Labor- und Pharmazulieferers am Dienstag belastet. Nach einem zunĂ€chst starken Auftakt mit einem Sprung auf 245,50 Euro ging es fĂŒr die im MDax DE0008467416 notierte Vorzugsaktie rasch abwĂ€rts.

Um die Mittagszeit stand ein Minus von 3,2 Prozent auf 227,40 Euro zu Buche, womit die Aktie zurĂŒck ist auf dem tiefsten Stand seit Ende November. Seit dem 13-Monatshoch vom 8. Januar bei 267,70 Euro ist sie um 15 Prozent abgesackt.

Kaum besser erging es dem Papier der Tochter Sartorius Stedim Biotech FR0013154002 an der Euronext in Paris. Der Kurs gab zuletzt um 3,3 Prozent auf 181 Euro nach. Seit dem Zwölfmonatshoch Anfang Januar bei 224 Euro hat es somit fast 20 Prozent eingebĂŒĂŸt.

WĂ€hrend die vorgelegten Zahlen zum Schlussquartal und dem Gesamtjahr von Analysten wie etwa Matthew Weston von der UBS als "solide" bezeichnet wurden, kam der Ausblick bei den Anlegern nicht gut an. "Die Prognose fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2026 war vorab ein zentrales Thema in den Diskussionen mit Investoren gewesen", erklĂ€rte Weston. Die nun bekannt gegebenen Ziele lĂ€gen mit Blick auf das obere Ende der angegebenen Spanne "leicht unter den Markterwartungen".

Richard Vosser von JPMorgan erwartet daher, dass die Jahresprognosen fĂŒr Sartorius und deren französischer Biotechnologie-Tochter zu KĂŒrzungen der durchschnittlichen AnalystenschĂ€tzungen fĂŒr das bereinigte operative Ergebnis von 4 bis 5 Prozent fĂŒhren dĂŒrften.

WĂ€hrend er dies ansonsten nicht weiter kommentierte, schrieb der UBS-Analyst ĂŒber den Ausblick, dass ihn die "relative Vorsicht des Managements" nicht ĂŒberrascht habe. Schließlich gebe es Unsicherheiten hinsichtlich der Auftragslage fĂŒr Bioprozessanlagen sowie auch mit Blick auf die langen Vorlaufzeiten, bis sich AuftrĂ€ge in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlĂŒgen. "Selbst wenn der Auftragsbestand im ersten Halbjahr anzieht, werden diese UmsĂ€tze voraussichtlich erst im vierten Quartal verbucht."

Obendrein dĂŒrfte der erst seit Juli als Vorstandschef tĂ€tige Michael Grosse in seinem ersten vollen Jahr wohl die Erreichbarkeit der Ziele sicherstellen wollen, so Matthew Weston.

Von "bewusst breit angesetzten Umsatzzielen" sprach RBC-Analyst Charles Weston. Das untere Ende der Spanne berĂŒcksichtige dabei ein schwĂ€cheres Marktszenario, wobei Sartorius aber von einer sich fortsetzenden Erholung ausgehe, prĂ€zisierte er. Zudem verwies er darauf, dass die Branche nach der Durststrecke im Anschluss an die starke Corona-Zeit allgemein inzwischen zwar wieder auf Kurs sei, die Nachfrage nach AusrĂŒstung und Instrumenten aber dennoch bisher nicht wieder die langfristigen Wachstumsraten erreicht habe.

So sei fĂŒr die Laborsparte nach wie vor Gegenwind spĂŒrbar, schrieb Analyst James Vane-Tempest von Jefferies. Das Marktumfeld sei 2025 trotz der in Fahrt gekommenen Erholung und der RĂŒckkehr der Sparte zu Wachstum weiter schwierig geblieben. Negative EinflĂŒsse durch Wechselkur- aber auch Zolleffekte sowie durch den Produktmix seien der Grund gewesen, und das dĂŒrfte auch 2026 noch so bleiben. Insgesamt bezeichnete aber auch der Jefferies-Experte die Prognose zwar als vorsichtig, sie lasse aber Spielraum fĂŒr mehr im Jahresverlauf.

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