Frankreich fordert hartes Durchgreifen der EU gegen Shein
06.11.2025 - 12:22:09Frankreich habe die EU-Kommission aufgefordert, "eine Untersuchung einzuleiten und angemessene Sanktionen" gegen Shein zu verhĂ€ngen, sagte AuĂenminister Jean-NoĂ«l Barrot dem Sender France Info. Shein verstoĂe offensichtlich gegen europĂ€ische Vorschriften.
Zeitgleich mit der Eröffnung eines ersten Ladenbereichs von Shein in Paris leitete die Regierung am Mittwoch ein Verfahren zur Aussetzung des Betriebs der Seite der Onlineplattform in Frankreich ein. Zuvor war öffentlich geworden, dass bei dem Online-HĂ€ndler Sexpuppen mit kindlichem Aussehen angeboten wurden. Ein Abgeordneter schlug auĂerdem Alarm, weil ĂŒber die Plattform Waffen vertrieben werden sollen, deren Besitz in Frankreich ohne besondere Genehmigung verboten ist.
MissstÀnde "zur Vermarktung illegaler GegenstÀnde" aufklÀren
Frankreichs Wirtschaftsminister Roland Lescure und Digitalministerin Anne Le Henaff forderten in einem Schreiben an die EU-Kommission die VerhĂ€ngung vorlĂ€ufiger MaĂnahmen gegen Shein sowie unverzĂŒgliche Untersuchungen, "um die MissstĂ€nde, die zur Vermarktung illegaler GegenstĂ€nde auf dieser Plattform gefĂŒhrt haben, vollstĂ€ndig aufzuklĂ€ren", berichtete die Zeitung "Les Ăchos". Die Kommission könne gegen die Plattform GeldbuĂen in Höhe von bis zu sechs Prozent ihres weltweiten Umsatzes verhĂ€ngen und MaĂnahmen zur Aussetzung ihrer AktivitĂ€ten ergreifen, hieĂ es in dem Schreiben.
"Man hat groĂe Online-Plattformen gedeihen lassen", sagte AuĂenminister Barrot, "deren Regeln von chinesischen und amerikanischen MilliardĂ€ren festgelegt werden und die das wirtschaftliche, soziale und demokratische Leben der Nation stören. Das ist inakzeptabel." Der Minister forderte, "die Kontrolle ĂŒber unsere Grenzen zurĂŒckzugewinnen, was die Produkte betrifft, die in das Gebiet der EuropĂ€ischen Union und Frankreichs gelangen".

