Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Gewinne - Vage Hoffnungen auf Entspannung in Nahost

31.03.2026 - 14:57:17 | dpa.de

Für den deutschen Aktienmarkt deutet sich am Dienstag ein versöhnliches Ende eines vom Iran-Krieg belasteten Monats März an.

Der Dax DE0008469008 notierte am Nachmittag 1,1 Prozent im Plus bei 22.805 Punkten. Für den März steht jedoch ein Verlust von rund zehn Prozent zu Buche. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen deutschen Werten stieg am Dienstagnachmittag um 1,4 Prozent auf 28.190 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 ging es um 0,9 Prozent nach oben.

Positive Impulse lieferte eine Meldung des "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Regierungsvertreter, wonach Präsident Donald Trump signalisiert habe, er sei bereit, den Krieg zu beenden, selbst wenn die Straße von Hormus weitgehend gesperrt bliebe. Unterdessen hat der Iran einen Monat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe den Beschuss benachbarter Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen fortgesetzt. Zudem wurde vor der Küste von Dubai ein kuwaitischer Öltanker getroffen.

Die Ölpreise - derzeit wichtigster Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger - zeigten sich stabil auf hohem Niveau. Ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt gut 107 US-Dollar und damit etwa so viel wie am Vortag.

Mit dem Ölpreisschub im Zuge des Iran-Krieges hat die Inflation in der Eurozone deutlich angezogen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise im März um 2,5 Prozent zu, verglichen mit plus 1,9 Prozent im Februar. Volkswirte hatten allerdings im Schnitt einen noch etwas stärkeren Anstieg auf 2,6 Prozent erwartet.

Die Aktien von Redcare Pharmacy NL0012044747 knüpften an ihre tags zuvor schwungvoll eingeleitete Erholung an und stiegen an der MDax-Spitze um weitere 13 Prozent. Das Bankhaus Metzler begründete die Erholung der Titel der Online-Apotheke mit Reformvorschlägen für das deutsche Krankenkassen-System.

Die Titel von Energiekontor DE0005313506 verteuerten sich nach vorgelegten Zahlen für 2025 und Zielen für das neue Jahr um 10 Prozent. Analyst Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler hob die Profitabilität des Entwicklers und Betreibers von Wind- und Solarparks positiv hervor sowie die "sehr niedrige Bewertung" der Aktie. "Im Vergleich zu Wettbewerbern steht Energiekontor sehr gut da", sagte Hoymann der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX unter Verweis auf das Vorsteuerergebnis und das Kostenmanagement.

Die Papiere der Norma Group DE000A1H8BV3 fielen nach einem verhaltenen Ausblick des Autozulieferers auf 2026 um 1,9 Prozent. In den vergangenen fünf Handelstagen hatten sie aber um fast 14 Prozent zugelegt. Der Verbindungstechnikhersteller setzte sich für das laufende Jahr vorsichtige Wachstumsziele. Die Dividende soll von 40 auf 14 Cent je Aktie sinken. Die vorläufigen Zahlen für 2025 bestätigte das Unternehmen.

Die Aktien von Dermapharm DE000A2GS5D8 gaben nach einer Dividendenkürzung des Arzneimittelherstellers um 2,3 Prozent nach. Seit Anfang Februar waren die Anteilsscheine allerdings um bis zu 30 Prozent gestiegen und hatten in der Vorwoche den höchsten Stand seit September 2023 erreicht.

Die Anteilsscheine von Südzucker DE0007297004 setzten ihre Kursrally fort und gewannen 7,4 Prozent. Am Montag waren sie wegen steigender Preise bereits um mehr als 15 Prozent nach oben gesprungen. Nun stützte die Hochstufung der Papiere durch die britische Bank Barclays gleich um zwei Schritte von "Underweight" auf "Overweight". Zudem wurde das Kursziel von 9 auf 15 Euro angehoben.

Einen Kursabschlag von 5,6 Prozent verbuchten die Titel von MBB DE000A0ETBQ4 nach einem verhaltenen Jahresausblick der Beteiligungsgesellschaft. Seit ihrem Rekordhoch Mitte Februar haben die Papiere damit ihre Verlustserie auf rund 24 Prozent ausgeweitet./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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