Bahn und GDL informieren ĂŒber Details bei Tariflösung
26.03.2024 - 06:35:07 | dpa.deDer Konzern und die Gewerkschaft Deutscher LokomotivfĂŒhrer (GDL) haben ihren monatelangen Tarifstreit mit mehreren ArbeitskĂ€mpfen beigelegt, wie beide Seiten am Montagabend mitteilten. Weitere Streiks sind damit nicht mehr möglich. Wie genau der Tarifkompromiss aussieht, wollen Bahn und GDL am Dienstag in separaten Pressekonferenzen verkĂŒnden. Offen bleibt bis dann vor allem die Frage, ob sich die GDL mit ihrer Kernforderung nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit fĂŒr Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden bei gleichbleibendem Lohn vollstĂ€ndig durchsetzen konnte oder nicht.
Insgesamt sechs Mal fĂŒhrten ArbeitskĂ€mpfe der GDL im nun beendeten Tarifkonflikt zu erheblichen EinschrĂ€nkungen fĂŒr Bahnkunden. Zuletzt hatte Gewerkschaftschef Claus Weselsky Streiks deutlich kurzfristiger angekĂŒndigt als zuvor. Eine AnnĂ€herung zwischen beiden Seiten war lange nicht absehbar. Hoffnung gab es bereits im Februar, als beide Seiten ĂŒber Wochen hinter verschlossenen TĂŒren und mithilfe externer Moderatoren miteinander verhandelten. Doch die GesprĂ€che scheiterten schlieĂlich Anfang MĂ€rz. Es folgten aufs Neue Streiks.
Vor etwas mehr als einer Woche verkĂŒndeten Bahn und GDL dann ĂŒberraschend gemeinsam, dass sie wieder miteinander verhandelten. Und sie Ă€uĂerten sich zuversichtlich, dass es dieses Mal eine Lösung geben könnte. Strittig war neben der Frage der Arbeitszeitreduzierung auch die Laufzeit eines kĂŒnftigen Tarifvertrags. Daneben forderte die GDL ursprĂŒnglich 555 Euro mehr pro Monat sowie eine steuer- und abgabenfreie InflationsausgleichsprĂ€mie in Höhe von 3000 Euro.
Der Kompromissvorschlag der Vermittler vom Februar sah eine schrittweise Anhebung der Löhne und GehÀlter um 410 Euro vor. 200 Euro mehr sollte es zum 1. August dieses Jahres geben, 210 weitere Euro zum 1. April 2025. Die Laufzeit des Vertrags hÀtte 30 Monate betragen. Doch darauf lieà sich die GDL nicht ein.
Begonnen hatte der Tarifkonflikt Anfang November. Bereits nach der zweiten Verhandlungsrunde erklĂ€rte Weselsky die GesprĂ€che fĂŒr gescheitert und leitete im Dezember eine Urabstimmung ĂŒber unbefristete Streiks ein.
FĂŒr Bahnkunden gibt es nun zumindest bis zum nĂ€chsten FrĂŒhjahr Entwarnung. Weitere Tarifrunden bei der Bahn stehen in diesem Jahr nicht mehr an. Der Tarifvertrag mit der gröĂeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) lĂ€uft bis Ende MĂ€rz 2025. Erst dann sind wieder ArbeitskĂ€mpfe möglich.
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