GLA:D-Programm: Neue Hoffnung für Millionen Arthrose-Patienten
08.02.2026 - 22:14:12Das GLA:D-Programm revolutioniert die Behandlung von Knie- und Hüftarthrose in Deutschland. Die aus Dänemark stammende Therapie kombiniert Aufklärung, gezieltes Training und Datenerfassung. Ihr Ziel: Operationen vermeiden und Patienten zu aktivem Selbstmanagement befähigen.
Drei Säulen gegen den Schmerz
Speziell zertifizierte Physiotherapeuten leiten das Programm. Es basiert auf einem klaren Dreiklang:
* Wissen: In zwei bis drei Einheiten lernen Teilnehmer, was Arthrose ist, wie sie mit Schmerzen umgehen und warum Bewegung so wichtig ist.
* Training: Über sechs Wochen absolvieren Patienten zweimal pro Woche ein neuromuskuläres Übungsprogramm in Kleingruppen. Es stärkt die Muskeln, verbessert die Gelenkstabilität und passt sich individuell an.
* Daten: Systematische Erhebungen zu Beginn, nach drei und nach zwölf Monaten sichern die Qualität und liefern Belege für die Wirksamkeit.
Belege, die überzeugen
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Internationale Daten, vor allem aus Dänemark und der Schweiz, zeigen deutliche Erfolge:
* Schmerzreduktion um bis zu 29 % bei Knie- und 24 % bei Hüftarthrose.
* Deutlich geringerer Verbrauch von Schmerzmitteln.
* Spürbar bessere körperliche Funktionsfähigkeit im Alltag.
* Die positiven Effekte bleiben auch ein Jahr nach Programmende stabil.
Weltweit haben bereits über 100.000 Patienten von dem Ansatz profitiert. Experten gehen davon aus, dass so viele Gelenkersatz-Operationen vermieden oder stark verzögert werden können.
So kommt die Therapie nach Deutschland
Ein wachsendes Netzwerk zertifizierter Ärzte und Physiotherapiepraxen baut die Versorgung hierzulande aus. Die Teilnahme startet mit einer ärztlichen Diagnose. Anschließend übernehmen speziell geschulte Therapeuten die Betreuung.
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Immer mehr gesetzliche Krankenkassen erkennen den Nutzen und übernehmen die Kosten via Selektivverträge. Pioniere wie die BARMER fördern das Programm seit 2022 in Regionen wie Nordrhein-Westfalen. Das erleichtert den Zugang für Patienten und signalisiert einen Paradigmenwechsel: weg von passiven Maßnahmen, hin zu aktiver, evidenzbasierter Therapie.
Die Zukunft ist digital und vernetzt
Das Ziel ist klar: GLA:D soll Standard in der deutschen Regelversorgung werden. Die Weiterentwicklung läuft bereits. Geplant sind Varianten für andere Gelenkbeschwerden, etwa Rückenprobleme.
Digitale Tools spielen eine immer größere Rolle. Apps begleiten Patienten während und nach dem Programm, fördern die Therapietreue und sichern die Nachsorge. Künftige Versionen mit Video-Anleitungen und personalisierten Heimtrainingsplänen könnten die Behandlung noch flexibler machen. Langfristig entlastet dieser Ansatz das Gesundheitssystem – und verbessert die Lebensqualität von Millionen.


