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Google Gemini 3 Deep Think: KI wird zum Ingenieurspartner

12.02.2026 - 22:12:12

Googles KI-Modell Gemini 3 Deep Think erhält ein umfassendes Upgrade mit neuen Fähigkeiten für Forschung und Industrie, darunter die Generierung von 3D-Druckmodellen aus Skizzen.

Googles KI-Modell Gemini 3 Deep Think erhält ein massives Upgrade für Forschung und Industrie. Die neue Version soll komplexe Probleme in Wissenschaft und Technik lösen und Skizzen direkt in druckbare 3D-Modelle verwandeln.

Ab sofort steht die aktualisierte KI Subscribenden der Google AI Ultra-Variante und ausgewählten Unternehmenskunden zur Verfügung. Der Fokus liegt klar auf praktischer Anwendbarkeit: Das System soll die Lücke zwischen tiefem theoretischem Wissen und konkreter Ingenieursarbeit schließen.

Vom Konzept zum physischen Prototyp

Das Herzstück des Updates ist eine neuartige Fähigkeit: Deep Think kann nun grobe Skizzen analysieren, die notwendigen komplexen Formen modellieren und eine präzise Datei für den 3D-Druck generieren. Diese Funktion markiert einen strategischen Schwenk. Während frühere Versionen vor allem Fragen beantworteten, soll das aktuelle Modell aktiv am Forschungsprozess teilnehmen.

Es interpretiert unstrukturierte Datensätze und erkennt logische Fehler in technischen Veröffentlichungen. Für Entwicklerteams könnte dies den Prototypenbau erheblich beschleunigen – ein großer Schritt in Richtung „generativer Ingenieurskunst“.

Neue Maßstäbe bei Intelligenz-Benchmarks

Parallel zu den funktionalen Erweiterungen präsentiert Google beeindruckende Leistungsdaten. Das Modell hat einen neuen Rekord auf dem als äußerst anspruchsvoll geltenden Benchmark „Humanity’s Last Exam“ aufgestellt. Ohne externe Hilfsmittel erreichte es 48,4 Prozent.

In Tests für abstraktes logisches Denken (ARC-AGI-2) kam es auf 84,6 Prozent – ein Wert, der vom ARC Prize Foundation verifiziert wurde. Diese Prüfung gilt als echter Härtetest für die Fähigkeit einer KI, neuartige Probleme zu lösen, statt auf erlernte Muster zurückzugreifen.

Auch in spezialisierten Domänen glänzt die KI:
* Programmierung: Eine Codeforces-Elobewertung von 3455 platziert sie in der globalen Spitzenklasse wettbewerbsorientierter menschlicher Programmierer.
* Naturwissenschaften: Goldmedaillen-Niveau bei den theoretischen Teilen der Internationalen Physik- und Chemie-Olympiade 2025.

API-Öffnung für Unternehmen und Forschung

Erstmals bietet Google den Zugang zu Deep Think auch über die Gemini API an. Eine ausgewählte Gruppe von Forschern, Ingenieuren und Firmenkunden kann die fortschrittlichen Reasoning-Fähigkeiten nun direkt in eigene Workflows integrieren.

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Dieser Schritt könnte die Entdeckungsprozesse in Bereichen wie Materialwissenschaften oder Softwarearchitektur beschleunigen. Nutzer in der Gemini-App aktivieren die erweiterten Fähigkeiten durch die Auswahl von „Deep Think“ in der Eingabeleiste. Das System macht dabei iterative „Denkpausen“, um mehrere Hypothesen zu prüfen, bevor es eine Lösung präsentiert.

Strategischer Schachzug im KI-Wettlauf

Das Update folgt auf die Erstveröffentlichung der Gemini-3-Serie im November 2025. Dass Google nur vier Monate später ein so großes Upgrade liefert, unterstreicht den heftigen Wettbewerb im KI-Sektor, insbesondere mit Rivalen wie OpenAI und Anthropic.

Die Betonung auf spezialisierte Domänen wie Physik und Ingenieurwesen unterscheidet dieses Update von allgemeinen Consumer-KIs. Google positioniert Gemini 3 Deep Think damit gezielt als Rechen- und Denkpartner für F&E-Abteilungen und wissenschaftliche Institutionen – und nicht nur als Chatbot.

Die Branche erwartet, dass die Integration solch hoch entwickelter Reasoning-Fähigkeiten in Entwicklungsprozesse die Produktentwicklungszyklen verkürzen kann. Das Feedback aus dem Early-Access-Programm soll künftige, breitere Veröffentlichungen formen.

@ boerse-global.de

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